Kelkheim trauert um getötete Frau
Die Stadt Kelkheim steht immer noch unter Schock. In der Nacht auf Mittwoch wurde eine Frau auf offener Straße mit einer Machete getötet – mutmaßlich von ihrem eigenen Ehemann. Nun beginnt die Aufarbeitung.
Ein Blumenmeer an der Stelle, an der die 58-jährige Kroatin starb. Auch zwei Tage nach der Bluttat gedenken viele Kelkheimer der Getöteten. Parallel gibt der Kelkheimer Bürgermeister heute eine Pressekonferenz im Rathaus. Albrecht Kündiger hat extra seinen Urlaub abgebrochen, die schreckliche Tat hat auch ihn hörbar mitgenommen.
Albrecht Kündiger (Wählerinitiative UKW), Bürgermeister Kelkheim
„Das Opfer hat lange in Kelkheim gewohnt, eine Mitbürgerin von uns, die Familie gehört zur Kelkheimer Stadtgesellschaft. Auch der Täter, um es deutlich zu sagen.“
Vor diesem Wohnhaus soll der kroatische Ehemann seine Frau mit einer Machete angegriffen haben. Mindestens 30 Mal soll er sie laut Staatsanwaltschaft an Kopf, Hals und Oberkörper getroffen haben. Schwer verletzt schleppt sich die Frau bis um die Ecke an den Kelkheimer Marktplatz, dort erliegt sie ihren Verletzungen. Monika Krug kannte die frühere Bäckereiangestellte, die gebürtige Kelkheimerin ist nach der Tat fassungslos.
Monika Krug, aus Kelkheim
„Es war ja so eine gute Verkäuferin hier und sehr wertgeschätzt. Sehr lieb einfach, freundlich. Deshalb ist das eine Katastrophe für uns.“
Die Getötete wollte sich anscheinend von ihrem Ehemann scheiden lassen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet Eifersucht als Motiv und ermittelt wegen des Verdachts auf Mord aus niedrigen Beweggründen. Drei Männer sollen versucht haben, die Tat zu verhindern und konnten den Täter anschließend festhalten. Bürgermeister Albrecht Kündiger würdigt ihren Mut und betont zur Herkunft der drei auch:
Albrecht Kündiger (Wählerinitiative UKW), Bürgermeister Kelkheim
„Ein Mitbürger aus Frankfurt, ein Deutscher. Aber auch zwei Kelkheimer: 17-Jähriger pakistanischer Herkunft und ein 32-Jähriger, der aus Afghanistan seine Heimat hier in Kelkheim gefunden hat. Um ganz deutlich zu machen, dass alle Kommentare in die Richtung Ausländerfeindlichkeit usw. überhaupt keinen Grund haben.“


