Anonymer Spender zahlt Freibad-Eintritt
Es sind Sommerferien und draußen ist es heiß. Das heißt für viele Kinder: Ab ins Freibad, abkühlen und Freunde treffen. Blöd nur, wenn das Taschengeld dafür nicht reicht. Nicht so im hessischen Schwalmstadt – dort zahlt diesen Sommer jemand ganz anderes die Rechnung.
Der Sprung ins kühle Wasser – hier ist er kostenlos. Was klingt wie ein Traum, ist in Schwalmstadt Realität. Die ganzen Sommerferien schwimmen alle unter 16 Jahren zum Nulltarif. Bei Ticketpreisen von drei Euro für Erwachsene und ein Euro für Kinder, eine echte Entlastung für Familien.
Doch wer zahlt das Ganze? Das bleibt geheim! Denn hinter der Aktion steckt ein Spender, der anonym bleiben will. Am Telefon verrät der uns aber immerhin so viel: In seiner eigenen Kindheit war der Freibadbesuch nicht selbstverständlich.
Anonymer Spender
„Ich habe es gemacht, um Jugendlichen, insbesondere denen, die es finanziell nicht schaffen die Möglichkeit zu geben, da immer hinzugehen. Wenn altersmäßig das Ende des Lebens in Sicht ist und man hat genug, dann überlegt man, ob man nicht irgendwo nochmal was anlegen kann und macht anderen eine Freude.“
Mit dieser Aktion hat er die Herzen der Schwalmstädter auf jeden Fall erobert.
Laura Schütz, 12 Jahre
„Großzügig von dem Spender, weil man auch einfach nachmittags, spontan mit seinen Freunden ins Schwimmbad gehen kann.“Sarah Eisenach, 18 Jahre
„Auf jeden Fall eine coole Idee und ist ja auch nicht selbstverständlich, dass sich da so jemand denkt: Ja für die Kinder.“Barbara Dittler
„Schön auch für Familien, die nicht so viel Geld haben, dass es für die die Möglichkeit gibt, schwimmen zu gehen mit ihren Kindern.“
Und der Spender meint es ernst: Ohne Limit zahlt er die Eintritte aus eigener Tasche. 5.000 Euro hat er schon überwiesen. Nach den Sommerferien wird abgerechnet.
Anonymer Spender
„Wenn das Wetter gut ist, muss ich halt eventuell nochmal was zuzahlen. Das schmerzt ein bisschen mein Portemonnaie, aber das Wissen darum, dass dann noch mehr Kinder diese Vergünstigung hatten, das kompensiert das wieder.“


