Landwirtschafts- und Umweltministerin Schneider äußert sich zu Landesjagdgesetz und Waldbränden
Christine Schneider zu Gast im Studio.
Markus Appelmann, Moderator:
Und jetzt ist sie bei uns, die neue Landwirtschafts- und Umweltministerin von Rheinland Pfalz, Christine Schneider.
Christine Schneider (CDU), Umwelt- und Landwirtschaftsministerin RLP:
Ich grüße Sie.
Appelmann:
Hallo Frau Schneider. Sie waren schon im Sondierungsteam nach der Wahl. Sie waren dann direkt bei den Koalitionsverhandlungen dabei. Haben Sie sich da ein Ministerium getischlert, was sozusagen ganz zu Ihren politischen Schwerpunkten passt?
Schneider:
Nein, das war nicht mein Ziel in den Koalitionsverhandlungen. Aber natürlich ist das Ministerium jetzt … sind meine Schwerpunktsetzung und das hat mir sicherlich die Entscheidung auch etwas leichter gemacht, zu sagen, ich komme von Brüssel zurück nach Hause.
Appelmann:
Sind Sie jetzt schon angekommen zu Hause?
Schneider:
Ja, definitiv. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich den letzten Winkel des Ministeriums kenne. Wir sind immer noch in den Runden, in den Abteilungen, wo wir versuchen, ein Gefühl für die Themen zu bekommen, für die Herausforderungen der nächsten fünf Jahre. Aber zurück auf jeden Fall in der Heimat und es fühlt sich gut an!
Appelmann:
Sie haben gerade eben gesagt, ein Gefühl für die Themen zu bekommen. Jetzt ist ein großes Thema für die Landwirte und Winzer das Thema Bürokratie, was ja ganz viel auch im fernen Brüssel auf europäischer Ebene spielt. Sie waren Mitglied des Europäischen Parlaments. Werden Sie gegen diese Regulierungswut vorgehen?
Schneider:
Ich möchte, glaube ich, ein Bild ein Stück weit klarstellen Wir sind hervorragend darin, in Deutschland europäische Regelungen falsch zu interpretieren oder Dinge reinzuinterpretieren, die gar nicht drinstehen. Und ich habe mir zum Ziel gesetzt, genau hinzuschauen Was hat denn das Europäische Parlament, was hat die Kommission, der Rat verabschiedet und dann zu schauen, wie wir in die Umsetzung gehen. Und ich glaube, dass wir da in der Vergangenheit das berühmte Goldplating auf allen Ebenen hervorragend betrieben haben und damit muss Schluss sein, europäische Regelungen eins zu eins umzusetzen, weil dann sind unsere Betriebe auch wieder wettbewerbsfähiger.
Appelmann:
Frau Schneider, wir sprechen direkt jetzt über ein Thema, das für viel Sprengkraft sorgt, das Landesjagdgesetz. Und da erwarten die Jäger in Rheinland Pfalz einige Änderungen.


