Nachrichten vom 06.07.2026

Frankfurt: Lebenslange Haft wegen Mordes an früherer Ehefrau — Neue Regeln für Handys an Schulen in Rheinland-Pfalz — Verfrühte Getreideernte in der Pfalz

Anmoderation:
Zwei Haftbefehle, viele Anzeigen und sichergestellte Vermögenswerte von insgesamt rund 95.000 Euro – das ist die Bilanz der hessischen Aktionswoche gegen den Missbrauch staatlicher Leistungen. Insgesamt waren etwa 300 Mitarbeiter von Strafverfolgungs-Behörden, Gewerbe- und Ordnungsämtern, Steuerfahndung und Jobcentern landesweit zu Kontrollen ausgeschwärmt. Innenminister Roman Poseck mahnte: Wer sich Sozialleistungen erschleiche, der betrügt uns alle. Sozialkriminalität sei kein Kavaliersdelikt!
Und jetzt schauen wir auf weitere Meldungen von heute.
Lebenslange Haft wegen Mordes
Das Landgericht Darmstadt hat heute einen 57jährigen Mann wegen Mordes an seiner früheren Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Laut Gericht hatte der Mann Ende August vergangenen Jahres die 34jährige Frau in Heppenheim mit 12 Messerstichen tödlich verletzt.  Er wohnte noch mit ihr und den gemeinsamen Kindern zusammen, die Tat ereignete sich im Treppenhaus.  Zuvor hatte der 57jährige erfahren, dass die Frau einen anderen Mann kennengelernt hatte und sich um einen Platz in einem Frauenhaus bemühte.
Neue Regeln für Handys an Schulen
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig plant, die private Nutzung von Handys während der Schulzeit mindestens bis zum Ende der 10. Klasse zu verbieten. Das schließe auch die Pausen und Wege auf dem Schulgelände ein. Ein allgemeines Handyverbot lehne sie ab. Mobiltelefone könnten aus Sicherheitsgründen für die Erreichbarkeit auf dem Schulweg und für die Nutzung des ÖPNV bei Verspätungen wichtig sein. Eiling-Hütig will die neuen Regelungen bis zum nächsten Schulhalbjahr vorlegen.
Verfrühte Getreideernte
In der Pfalz hat die Weizenernte zehn Tage früher als üblich begonnen. Wegen der extremen Hitze der vergangenen Wochen ist das Korn vorzeitig reif geworden. Die frühe Ernte soll den Schaden durch die sogenannte Notreife verringern. Sie kann die Qualität und die Erntemenge des Getreides stark beeinträchtigen. Die Pflanzen stellen ihr Wachstum zu früh ein. Weil die Körner deshalb weniger Nährstoffe einlagern können, bleiben sie klein und können sogar schrumpfen. Im schlimmsten Fall kann das Getreide nur noch als Viehfutter verwendet werden.