Mit 14 Jahren schon Enduro-Bike-Champion

Matsch, Steine, steile Abfahrten – beim Enduro-Biken sind Mut, Technik und Ausdauer gefragt. Der 14-Jährige Max Eppelmann aus dem rheinhessischen Stadecken-Elsheim hat sich schon in jungen Jahren einen Namen in der Szene gemacht. Wir haben ihn und sein Bike beim Training besucht.

Wenn er Gas gibt, hinterlässt er nur eine Staubwolke. Max Eppelmann gilt in der Enduro-Szene als Ausnahmetalent. Mit gerade einmal 14 Jahren startet er in diesem Jahr schon bei Profiwettbewerben. In der Endurocross-Welt eine Premiere. Doch was ist Enduro überhaupt?
Max Eppelmann, Nachwuchstalent
„Blöd gesagt, fährst du Vollgas über Stock und Stein in einer Arena mit 15.000 Zuschauern, mit 15 anderen Fahrern, so schnell wie möglich über einen sehr kniffeligen und schweren Parcours und die schnellste Person gewinnt.“
Und das macht Max sehr erfolgreich. Erst vor kurzem kann er bei einer Rennserie in Amerika gleich zwei Titel abstauben – als jüngster Fahrer jemals.
Max Eppelmann, AMA Champion im Endurocross
„Mein Ziel war auf jeden Fall vorne mitzufahren. Aber das zu gewinnen, damit hätte ich niemals gerechnet. Aber nach dem ersten Rennen habe ich beide Klassen gewonnen bei der Tagesveranstaltung und in der ganzen Rennserie gibt es sieben Rennen und da wusste ich schon nach dem ersten Rennen: Okay, ich kann da vorne mitfahren.“
Es folgt ein Erdrutschsieg. In beiden Klassen kann Max fünf von sieben Etappen durch ganz Amerika gewinnen und sich so international einen Namen machen. Dort darf das junge Talent auch schon die höher motorisierten Motocross-Maschinen mit 300 Kubikzentimeter fahren. In Europa darf er das erst wenn er 16 ist. Dann will er auch hierzulande bei Meisterschaften durchstarten. Immer mit dabei: Seine Eltern. Die haben ihm das Motorsport-Gen vererbt und freuen sich über jeden Sieg.
Stefanie und Jörg Eppelmann, Eltern von Max
„Wir sind megastolz. Punkt. Wir sind megastolz. Auch auf ihn. Wir sind auch megastolz auf unseren großen Sohn. Den darf man ja auch in diesem ganzen Konstrukt nie vergessen. Der ist auch das Vorbild von Max.“ – „Er hat immer seinen großen Bruder bewundert, weil der durfte schon fahren. Und er war aber schon auf dem Laufrad unterwegs. Der konnte noch nicht richtig laufen und hat schon ein Laufrad dastehen gehabt.“
So war ihm die Liebe für Zweiräder in die Wiege gelegt. Auf der Strecke testet Max verschiedene Disziplinen aus. Die größte Begeisterung entfacht dann Endurocross.
Max Eppelmann, Nachwuchstalent
„Das gibt mir einfach das Freiheitsgefühl. Zum Beispiel in den Bergen in Rumänien rumfahren bei einem Viertagesrennen, wo du jeden Tag 80 Kilometer fährst, fünf Stunden auf dem Motorrad sitzt und es ist einfach ein Megagefühl an das Limit von dem zu gehen was möglich ist und das mit einem Motorrad. Das Gefühl gibt mir keine andere Sportart.“
Kurve für Kurve, Hindernis für Hindernis – Max arbeitet hart daran, auch im Profibereich ordentlich Gas zu geben. Als jüngster Profi in der Geschichte des Endurosports. Er ist bereit für den nächsten großen Karrieresprung.