Große Bahn-Streckensanierung in den Startlöchern

Die vielen Einschränkungen bei der Deutschen Bahn haben nicht nur Negatives. Denn: der Plan steht, die Deutsche Bahn soll zuverlässiger werden. Und deshalb bringt sie deutschlandweit ihr Streckennetz in Schuss. Die Strategie lautet: gebündelte Bauarbeiten statt Dauerbaustellen. Bald startet ein weiteres Projekt in unserer Region. Auf der rechten Rheinseite wird – von Nordrhein-Westfalen kommend – der Abschnitt bis Wiesbaden saniert.

Noch rollen die Züge – aber entlang der rechten Rheinstrecke laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Baustellenflächen werden eingerichtet und die Logistik für eines der größten Bahnprojekte in der Region organisiert. Am 10 Juli starten dann die Bauarbeiten zwischen dem nordrhein-westfälischen Troisdorf und Wiesbaden.
Frank Schmidt ist Projektleiter für den Abschnitt zwischen Unkel und Wiesbaden.
Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO
„Die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke ist eine Bündelung von Einzelmaßnahmen, die wir in den nächsten fünf Monaten auf dieser Strecke während einer Totalsperrung umsetzen. Dabei werden wir rund 80 Kilometer Gleise erneuern, über 120 Weichen erneuern, alle 36 Verkehrsstationen attraktivieren und auch die Leit- und Sicherungstechnik erneuern.“
Betroffen sind vor allem Güterverkehr und Regionalzüge – Fernverkehrszüge fahren regulär nicht über die rechte Rheinstrecke.
Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO
„Die rechte Rheinstrecke ist eine der meistbefahrenen Güterverkehrsstrecken in ganz Europa und damit eben auch ein Nadelöhr auf dieser Tangente zwischen Rotterdam und Genua. Und hat die Besonderheit, dass sie eben in einem Tal liegt und das macht es besonders herausfordernd für uns, für die Baumaßnahme die Logistik hier auch sicherzustellen, weil Flächen links und rechts der Bahn sehr rar gesät sind.“
Insgesamt 320 Baustelleneinrichtungsflächen wie diese in Neuwied, hat die DB InfraGo entlang der rechten Rheinstrecke geschaffen. Hier sollen alte und neue Baumaterialien gelagert werden. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 1,4 Milliarden Euro in das Projekt – mit dem Ziel, die Strecke langfristig zuverlässiger und weniger störanfällig zu machen. Für Fahrgäste und Anwohner heißt das aber zunächst: Monate voller Einschränkungen und Ersatzverkehr.