Munition explodiert bei Waldbrand

Seit Samstagnachmittag hält ein Waldbrand in einem Naturschutzgebiet im Kreis Bad Kreuznach die Menschen in Atem. Ein Mobilfunkmast und eine Starkstromleitung gerieten zwischenzeitlich in Gefahr und die Ortsgemeinde Traisen musste evakuiert werden. Aus einem gewöhnlichen Waldbrand wurde schnell ein Katastrophenfall, als die Einsatzkräfte plötzlich Knallgeräusche hören.

Es sind Bilder wie aus der Hölle. Nach rund drei Tagen konnten die Einsatzkräfte das Feuer nur teilweise eindämmen. Der Regen vergangene Nacht und der Temperatursturz haben etwas geholfen.
Bettina Dickes (CDU), Landrätin Kreis Bad Kreuznach
„Eigentlich war man sehr zuversichtlich, dass der Brand sehr schnell gelöscht wird, bis dann irgendwann drei Explosionen kurz hintereinanderkamen und sich dann herausstellte, dass wir dort noch Sprengmittel aus dem zweiten Weltkrieg haben, die dort verstreut sind.“
Wegen Splittergefahr bei einer möglichen Explosion wurde ein Sicherheitsradius von 1000 Metern eingerichtet. Die Feuerwehrleute kommen nicht an die Flammen ran, auch ein Rettungshubschrauber darf nicht fliegen. Hilfe kommt aus Niedersachsen aus dem Landkreis Vechta mit dem sogenannten Superwolf, einem ferngesteuerten Löschroboter.
Bettina Dickes (CDU), Landrätin Kreis Bad Kreuznach
„Und damit hoffen wir, dass wir deutlich schneller den Brand auch löschen können, ohne dass Menschenleben gefährdet werden. Das ist eine neue Technik und wir sind total dankbar darum.“
Auch Ministerpräsident Gordon Schnieder schaute sich die Lage heute vor Ort an. Das Waldstück im Kreis Bad Kreuznach  ist ein wertvolles Naturschutzgebiet. Auch wenn man die Lage unter Kontrolle habe – der Brand im Wald ist noch nicht gelöscht. Die rund 650 Anwohner der Ortsgemeinde Traisen mussten vorsichtshalber ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Wann sie wieder zurück können, kann aktuell niemand sagen.