Trendhobby „Birding“
Wenn Sie Vögel beobachten, dann wissen, dass es sich um einen Neuntöter handelt. Vogelbeobachtung galt lange als Nischenhobby älterer Generationen. Inzwischen entdecken auch immer mehr jüngere Menschen die Freizeitbeschäftigung für sich. Dann aber heißt es „Birding“. Die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz lädt einmal im Monat zur Vogel-Exkursion ein. Zum Beispiel auf dem Laurenziberg bei Ockenheim.
Franz Zierz, Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie RLP
„Die Ringeltaube kann man am Gesang ganz einfach bestimmen, die ruft immer fünfmal Huhu, Huhu, Huhu. Wenn man das hört, weiß man immer, das ist die Ringeltaube. Die anderen machen das nicht so.“
Die Ringeltaube nur an ihrem Ruf zu erkennen, ist für Franz Zierz überhaupt kein Problem. Er beobachtet seit seiner Kindheit Vögel und teilt sein Lieblingshobby gerne mit Gleichgesinnten, oder auch Neulingen, die nur mal in die Welt der Vögel reinhören wollen. Einmal im Monat bietet er kostenlose vogelkundliche Exkursionen an. Diesmal auf den Laurenziberg in Rheinhessen.
Franz Zierz, Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie RLP
„Ich möchte den Leuten vermitteln, die Freude an der Natur mal gemeinhin und in diesem Fall, an der Vogelwelt, die so vielseitig ist und andererseits auch bedroht.“
Ist es ein Schwarzmilan, oder doch ein Rotmilan? Die Teilnehmer sind sich unsicher und einigen sich am Ende auf den Schwarzmilan. Der Laurenziberg eignet sich durch die Verschiedenartigkeit der Landschaft hervorragend zum Beobachten von Vögeln, oder auch Schmetterlingen. Conny aus Mainz hat auf einmal etwas ganz Besonderes im Ohr, den Gesang eines Zilpzalps.
Conny, Vogelbeobachterin aus Mainz
„Das ist eine Freude, eine Seelensache, wenn man das so doof sagen darf. Es ist einfach die Beobachtung, dass man raus kann in die Natur, Neues entdeckt und dazulernt, immer wieder.“
Wer, die ganz weit entfernten Vögel benennen will, der braucht eine richtig gute Ausrüstung. So wie Sabine. Durch ihr Spektiv holt sie den Schwarzmilan ganz nah heran.
Sabine, Vogelbeobachterin aus Darmstadt
„Also, ich beobachte einfach gerne. Egal was, und ich gucke, gerne durch Ferngläser und optische Geräte.“Helmut, Vogelbeobachter aus Kelkheim
„Die Lebendigkeit von den Tieren finde ich faszinierend. Dass die eben ein bisschen freier sind, als wir Menschen und mal schnell eben wegfliegen können.“
Das Gefühl von Freiheit, mal abzuschalten, einfach nur zubeobachten. Für Franz Zierz, ist das der Grund für den „Birding-Boom“.
Franz Zierz, Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie RLP
„Wenn irgendwo mal Stress ist im Beruf, irgendwo gewesen, dann geht man mal hier drei Stunden raus und alles sieht schon anders aus.“


