Mikrofotograf zeigt die Schönheit der kleinsten Objekte
Wie wunderschön unsere Natur ist, das können wir alle jeden Tag sehen. Doch wie viel wir davon gar nicht wahrnehmen – weil es für unser Auge zu klein ist – das ist uns oft gar nicht bewusst. Und genau das sichtbar zu machen, ist die Leidenschaft von Frank Fox. Wir sind mit dem Mikrofotografen aus Konz im wahrsten Sinne des Wortes ins Detail gegangen.
Frank Fox, Mikrofotograf
„Das sind kleine Aliens. Wie praktisch Lebewesen aus einer anderen Welt.“
Die Schönheit von Kleinstlebewesen hat Frank Fox‘ Herz erobert. Besonders Kugelalgen, sogenannte Volvox, haben es ihm angetan. Zehntausende Einzelzellen, die kugelförmige Kolonien bilden.
Frank Fox, Mikrofotograf
„Toll finde ich einfach, dass die miteinander kommunizieren und sich die Alge, diese Kolonie, in eine Richtung bewegt. Und dann natürlich auch die Farben und die gleichmäßige Form“
Objekte für seine Mikrofotografie findet Frank Fox überall. Zum Beispiel im Gartenteich. Die schönsten Mikroben pipettiert er heraus, sie dürfen unter die Linse.
Frank Fox, Mikrofotograf
„Ich tauche in eine unbekannte Welt ein, das heißt, ich weiß vorher nicht, was mich erwartet. Es kann sein, dass ich eine schlechte Probe hab, da ist nicht viel drin oder es kann sein, dass ich die wunderschönen Volvox sehe und das ist eigentlich so ein Kontrast zu meinem Job. Ich komme abends nach Hause, lege eine schöne Musik auf und fahre in diese Welt hinein mit dem Mikroskop und sehe wirklich tolle Schönheiten der Natur.“
Sein Job, das ist eine Lehrstelle als Laboringenieur an der Hochschule Trier. Naturfotografie ist schon lange das Hobby von Frank Fox. Irgendwann wurden die Objekte immer kleiner. Mikro- und Makrofotografie macht der Konzer seit rund 15 Jahren. Für Mikroskope, Kamera, Objektive und so weiter hat er mittlerweile zwischen 40 und 50.000 Euro ausgegeben. Die finanziert sich Frank Fox mit dem Verkauf der Fotos für Fachzeitschriften und Bücher. Ehefrau Doris versteht die Faszination. Auch wenn Spaziergänge mit ihrem Mann manchmal eine Geduldsprobe sind.
Doris Peter-Fox, Ehefrau
„Wenn wir jetzt zum Beispiel im Urlaub sind und da ist der eine Hafen, da ist es immer sehr, sehr windig. Dann steht man dort und hat die dicke Jacke an und er nimmt die Wasserproben und dann denkst du, hoffentlich ist er jetzt gleich fertig.“
Selbst in der Garage findet der Mikrofotograf spannende Objekte. Blumendünger zum Beispiel. Wenn er verdunstet, bildet er wunderschöne Kristalle. Mit dem richtigen Licht schillern sie in prächtigen Farben. Auch die Mohnsamen aus der Küche können als Fotomotiv herhalten. Weil sie vergleichsweise groß sind, geht es hier in den Bereich der Makrofotografie. In seiner Sammlung hat Frank Fox auch sogenannte Salonpräparate. Hübsch angeordnete Kieselalgen-Skelette. Sie sollten im späten 19. Jahrhundert die Menschen für das Thema Mikroskopie begeistern.
Frank Fox, Mikrofotograf
„Man hat damals wirklich in den Salons kleine Mikroskope aufgebaut, hat den Leuten dann wirklich diese Kunstformen gezeigt und die Leute waren begeistert.“


