Einsatz auf dem Wasser – Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

Sommer – Sonne – Wasserspaß! Auf dem Rhein sind derzeit wieder zahlreiche Sportboote unterwegs. Doch wo viele Menschen ihre Freizeit verbringen, wird auch kontrolliert. Für die Wasserschutzpolizei Ludwigshafen bedeutet das Hochsaison.

Ein kurzer Blick auf die vorbeifahrenden Boote, dann steht die Entscheidung fest: Kontrolle. Routiniert sprechen die Beamten der Wasserschutzpolizei die Bootsführer an. Was zunächst wie eine gewöhnliche Verkehrskontrolle wirkt, umfasst auf dem Wasser deutlich mehr als nur die Frage nach dem Führerschein.
Daniel Gaffron, Wasserschutzpolizei
„Wir gucken  natürlich auch nach den Dokumenten, die beim Sportboot mitgeführt werden müssen. Je nach Motorisierung gibt es unterschiedliche Anforderungen. Wir haben Kontrollen nach Kleinfahrzeug-Kennzeichenverordnung und versicherungstechnische Fragen. Jetzt sind wir ja gerade im Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet. Je nachdem, was es da für Sonderregeln noch gibt, wird auch das kontrolliert.“
Gerade seit den Corona-Jahren habe die Wasserschutzpolizei mehr zu tun, da in dieser Zeit sehr viele Menschen ihren Sportbootführerschein gemacht hätten, sagen die Beamten.
„Keine Papiere dabei“?
„Ich hab sie im Auto am Steg.“
„Das ist schlecht. Das ist ja eine Urkunde und letztendlich dient es ja dazu, dass wir nachvollziehen können, dass auch die Papiere nicht gefälscht sind und wo weiter und so fort. Ich weiß, dass die meisten Angst haben ihre Papiere zu verlieren, dass sie ins Wasser fallen oder sonst irgendwas. Wenn Sie möchten, dann machen Sie doch eine beglaubigte Kopie.“
Plötzlich muss es schnell gehen. Über Funk kommt die Nachricht, dass in der Nähe von Speyer eine Person im Rhein von der Strömung mitgerissen wurde und abtreibt. Auch wenn das Baden im Rhein nicht verboten ist, wird dringend davon abgeraten.
Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei
„Wir haben hier in verschiedenen Stellen im Rhein Regelungswerke, sogenannte Buhnenfelder, die beeinflussen das Strömungsverhältnis, die Strömungsstärke. Aber in diesen Feldern zwischen diesen Steinzungen befinden sich eigene Nährströmungen. Und es fahren Schiffe vorbei, Boote vorbei, dann wird diese Strömung nochmal in Bewegung versetzt und das ist das Ganze, was es für den Menschen beim Baden so gefährlich macht.“
Das Boot der Wasserschutzpolizei kann nur rund 50 km/h fahren. Deshalb werden auch die Feuerwehr, weitere Polizeiboote und die Luftrettung informiert, um das Gebiet schnellstmöglich nach der vermissten Person abzusuchen. An Bord bereitet sich Daniel auf den möglichen Fall vor, selbst ins Wasser springen und die Person retten zu müssen.
Nach einiger Zeit kommt über Funk die Entwarnung.
Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei
„Die Person hat sich an Land retten können. Befindet sich derzeit gerade in einer Kontrolle. Die Melderin, die die Person im Wasser gemeldet hat, konnte sie auch identifizieren und dementsprechend ist jetzt für uns der Einsatz beendet.“
Und mit dieser guten Nachricht endet ein weiterer Dienst für die Wasserschutzpolizei in Ludwigshafen.