Spatenstich für Rechenzentrum in Rosbach
Jede Frage, die wir der KI stellen und jedes Bild, dass wir in der Cloud speichern, braucht Rechen-Kapazität. Und dafür braucht es riesige Serverparks. Im hessischen Rosbach hat heute der Bau eines neuen Rechenzentrums begonnen. Ende 2027 soll es in Betrieb gehen, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach.
Glückliche Gesichter heute beim Spatenstich in Rosbach. 250 Millionen Euro investiert hier das Frankfurter Unternehmen firstcolo. Auf einer Fläche so groß wie 16 Fußballfelder entsteht Infrastruktur für Hochleistungsrechner, die firstcolo an KI- und Cloudanbieter vermieten will.
Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen
„Dieses Projekt ist nicht nur die Stärkung des europäischen Rechenzentrums-Standorts, sondern es ist auch ein Stück weiterer Investition in die digitale Souveränität.“
Digitale Souveränität heißt: Weniger Abhängigkeit von Tech-Konzernen in den USA und China. Doch das Problem: Der Strom in Deutschland gehört zu den teuersten weltweit. Für Rechenzentren, die so viel Energie wie eine Kleinstadt verbrauchen, ein entscheidender Nachteil. Und: Die Stromnetze sind überlastet. Eigentlich wollte firstcolo in Frankfurt bauen. Ausreichend Strom wäre dort aber frühestens 2035 verfügbar gewesen.
Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer firstcolo
„Grundstücke für Rechenzentren zu finden ist enorm schwierig geworden. Strom ist im Prinzip Mangelware und es gibt aktuell fast keine Flächen mehr, die über genügend Strom verfügen. Wir müssen so schnell wie möglich so viel wie möglich digitale Infrastruktur ausbauen und da brauchen wir natürlich auch Unterstützung von der Politik und von den Kommunen vor Ort.“
Doch für die Kommunen sind Rechenzentren oft unattraktiv. Sie bringen wenig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, verbrauchen viel Fläche und Strom. In Groß-Gerau war der Bau eines Rechenzentrums für 2,5 Milliarden Euro unter anderem deswegen gescheitert. Das Land Hessen will die Kommunen besser unterstützen.
Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen
„Indem wir beispielsweise ein Rechenzentrumsbüro eingerichtet haben, was hier hilft vor Ort zu unterstützen.“


