Trier feiert UNESCO-Welterbe
Jetzt am Sonntag ist Welterbetag! Die Porta Nigra in Trier ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und das Wahrzeichen von Deutschlands ältester Stadt. Aber Trier hat noch viele weitere römische Welterbe-Monumente. Und das bereits seit 40 Jahren. Alle können am Welterbetag kostenlos besichtigt werden.
Es geht unter die Erde. Bereits 300 nach Christus beginnen die Römer mit dem Bau gigantischer und ultramoderner Thermen. Hier sind damals Bedienstete und Sklaven unterwegs, um die Fußbodenheizung für die Wasserbecken und die anderen Gebäude auf dem Gelände zu befeuern und zu warten. Trier heißt damals Augusta Treverorum. Die Kaiserthermen sind eine der größten römischen Badeanlagen nördlich der Alpen.
Dr. Karl-Uwe Mahler, Leiter Stabsstelle Römerbauten/UNESCO Trier
„Sie dienten natürlich für die Bevölkerung aber sicherlich auch für die hohen kaiserlichen Beamten dazu, sich zu reinigen, aber die Thermen sind mehr als ein reiner Ort der Hygiene, sondern sie sind ein Treffpunkt, an dem man sich austauscht, vielleicht auch Geschäfte abschließt, sich vergnügt. Es gab verschiedene Möglichkeiten, auch kleine Snacks zu sich zu nehmen, oder Ballspiele zu betreiben. Es ist eine Multifunktionsanlage, die nicht nur der reinen Hygiene dient.“
Die imposanten Überreste der römischen Multifunktionsanlage werden schon in der Antike zu einer Reiteranlage umgebaut. Die Thermen gehören zum UNESCO-Welterbe. Und das bereits seit 40 Jahren.
Dr. Karl-Uwe Mahler, Leiter Stabsstelle Römerbauten/UNESCO Trier
„Zuerst hatte man eigentlich auch nur geplant, die Porta Nigra, als UNESCO-Welterbe eintragen zu lassen, aber es regte sich schnell dann auch der Wunsch, auch andere Gebäude mit einzubeziehen. Wir gehören mit dem Eintragungsdatum 1986 zu den ganz frühen Welterbestätten in Deutschland selbst. An 7. Stelle von heute 55 Welterbestätten.“
Diese monumentale römische Welterbestätte ist heute eine evangelische Kirche. 67 Meter lang und 33 Meter hoch. Ein imposantes Gebäude, doch in der Antike einfach nur eine kaiserliche Vorhalle.
Dr. Karl-Uwe Mahler, Leiter Stabsstelle Römerbauten/UNESCO Trier
„Am Ende des 3. Jahrhunderts wählen die römischen Kaiser Trier zu einer ihrer Hauptstädte aus. Und in diesem Zusammenhang beginnt dann ein großes Bauprogramm, das auch einen Palastbereich beinhaltet, und zu diesem Palastbereich muss auch eine große Empfangshalle her. Und das ist die Konstantinbasilika.“


