Neue Gorillas im Frankfurter Zoo
Gorillas gehören im Zoo zu den beliebtesten Tieren bei den Besuchern. Sie sollen aber nicht nur bestaunt werden, sondern auch wichtige Botschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds sein. Denn ihr natürlicher Lebensraum ist durch die Besiedelung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Im Frankfurter Zoo sind jetzt drei neue Gorillas ins Menschen-Affenhaus eingezogen.
Ihr Blick: noch leicht skeptisch. Die 31-jährige Aya ist erst vor sieben Wochen aus den Niederlanden nach Frankfurt gezogen. Zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Ayabu und der Teenager-Tochter Ayba. Die drei westafrikanischen Gorillas befinden sich in der Eingewöhnungsphase. Sie haben ihr bisheriges Leben zusammen im Rotterdamer Zoo verbracht.
Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald
Also, das ist auf Empfehlung des europäischen Zoo-Erhaltungsprogramms passiert. In Rotterdam musste einiges umgebaut werden und die sollen eine neue Gruppe bekommen, und deshalb waren diese drei Affen, ich sag’ mal so, in Anführungszeichen übrig, und weil wir hier in Frankfurt die Möglichkeit haben, mit zwei Innenanlagen und auch zwei Außenanlagen, können wir die Integration ganz behutsam und langsam gestalten.
Integration mit ihm. Dem Silberrücken Viatu. Der relaxte Anführer der Gorillagruppe lebt mit seinen Kindern und seinen Frauen noch in einem anderen Gehege. Der kleine Ayabu wartet schon sehnsüchtig darauf, mit den anderen Gorilla-Jungs zu spielen. Doch bis die drei Neuankömmlinge umziehen dürfen, dauert es noch eine Weile.
Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald
Die erwachsene Tochter Ayba ist natürlich auch total interessiert, weil die langsam natürlich auch als erwachsene Tochter nicht unbedingt Lust hat, mit ihrer Mama und dem kleinen Bruder zusammen zu sein. Die möchte gerne jemanden neuen kennenlernen und hat auch schon ein Auge auf unseren Viatu, unseren Silberrücken, geworfen.
Der faule Pascha Viatu und seine Familie sind Flachland-Gorillas. Sie sind vorm Aussterben bedroht, weil in ihrer afrikanischen Heimat ihr Lebensraum immer weiter schrumpft.
Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald
Und die leben in einem Harem zusammen und da ist der Silberrücken der Boss, die Damen untereinander haben eine Rangordnung.
Mit Aya und Ayba werden gleich zwei neue Weibchen in den Harem einziehen. Damit es nicht zum Zickenterror kommt, ist bei der Integration der „Neuen“ noch Geduld gefragt. Doch Gorillas werden auch „sanfte Riesen“ genannt. Deshalb sind sich im Zoo alle sicher, dass bald die Menschenaffen aus Rotterdam mit der Frankfurter Stammgruppe friedlich zusammenleben werden.


