Wirtschaft hofft auf Reformen
Es sind deutliche Worte, die der ehemalige hessische Ministerpräsident Volker Bouffier für seinen Parteifreund Bundeskanzler Friedrich Merz findet: „Friedrich Merz ist Opfer seiner eigenen Ankündigungspolitik.“ Bereits kurz nach seiner Wahl vor einem Jahr einen „Herbst der Reformen“ auszurufen, sei laut Bouffier „zumindest fahrlässig“ gewesen. Fakt ist: Die großen Reformen der Bundesregierung sind ausgeblieben. Das zeigen auch aktuelle Zahlen von heute: Die EU-Kommission halbiert die Wachstumsprognose für Deutschland von 1,2 auf 0,6 Prozent in diesem Jahr. Eine Umfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz macht ebenfalls deutlich, wie schlecht die Lage derzeit ist.
Die rheinland-pfälzische Wirtschaft verliert die Zuversicht.
38 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Im Februar waren es dagegen nur 26 Prozent.
Als Hauptgründe nennen die befragten Unternehmer vor allem die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland.
Dass sich die Lage verbessert, daran glaubt nur noch jedes zehnte Unternehmen. Im Februar war es immerhin noch rund jedes Fünfte.


