Leben in der Campus-WG

Die Wohnungssuche ist bei Studierende fast immer ein leidiges Thema. Vier Marburger Studenten haben Glück. Sie wohnen in ihrer WG  – kostenlos. Auf Social Media teilen sie ihr Studentenleben. Ein Angebot der Philipps-Universität Marburg, um mehr Studierende anzuwerben.

Das sind Ali, Hannes, Toni und Litti. Zu viert wohnen sie hier in der Marburg WG – ohne einen Cent zu bezahlen. Ein ganzes Haus auf dem Uni-Gelände stellt die Philipps-Universität den Studierenden zur Verfügung. Ihre Gegenleistung: Content auf Social Media.
Hannes, 22, Politikwissenschaft: Im Großen und Ganzen machen wir eigentlich, worauf wir Bock haben. Also wir sollen natürlich gucken, dass wir unser Studienleben ein bisschen zeigen oder wie das hier in Marburg alles abläuft, was es hier vielleicht für Sachen gibt. Wir haben da schon relativ freie Hand und wir gucken halt einfach, worauf wir Bock haben.
Etliche Beiträge pro Woche müssen die vier produzieren. Das ist die einzige Vorgabe der Uni Marburg, die mit den anderen Unis um die immer weniger werdenden Studierenden im Wettbewerb steht.
Gabriele Neumann, Universität Marburg: Wir haben uns überlegt, dass wir Studieninteressierte und Studierende ansprechen möchten mit Inhalten, die aus der Community kommen. Also von Studierenden, weil Studierende selbst über ihren Alltag besser berichten können, besser Leute erreichen können, als wir das können.
In einem Auswahlverfahren wurde geschaut, welche Studierenden dafür in Frage kommen und zusammenpassen.
Ali, 20, Biologie und Sport: Das war auf jeden Fall ein lukratives Angebot, also mietfrei in der Oberstadt wohnen. Also Lage perfekt, du bezahlst nichts und du hast noch die Chance, dich mit dem Videoschneiden und so auseinanderzusetzen, was halt auch sehr interessant für mich war, so als Hobby neu zu entwickeln.
Während Ali gerade seine ersten Erfahrungen als Content Creator sammelt, produziert Toni schon seit einiger Zeit Reels für seine Band.  
Toni, 22, Jura: Ich hab schon ein bisschen vielleicht diese Vorerfahrung und ich kann eh mein Hobby, was ich eh schon mache mit diesen Videos einfach gut verbinden und einfach dann meine Arbeitszeit, die ich sonst gearbeitet hätte, quasi reduzieren und mach einfach das, was ich eh schon mache.
Ähnlich geht es auch Litti. Die Arbeit auf Social Media passt perfekt zu ihrem Studium der Medienwissenschaften.
Litti, 22, Medienwissenschaften und Soziologie: Ich mag meine Videos alle sehr gerne. Also ich gucke mir die gerne auch nochmal dann im Nachhinein an. Vor allem so vlogmäßige Videos, wo man dann einfach so sich seinen Tag angucken kann. Also ich bin sehr zufrieden damit. Auch wie die ankommen.
Denn die Rückmeldungen sind positiv. Das Experiment soll jetzt erstmal ein Jahr lang laufen. Ein Jahr mit Ali, Hannes, Toni und Litti in der Marburg WG.