Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Riera

Nach gerade mal 104 Tagen ist sie vorbei – die Ära Albert Riera – bei Eintracht Frankfurt. Was sich schon länger angekündigt hat, ist seit gestern Abend klar – der Spanier muss gehen. Einen Neustart, nach dieser sportlich enttäuschenden Saison, traut man ihm nicht mehr zu. Die Kluft zwischen Trainer Albert Riera, dem Verein, den Spielern und den Fans – sie war am Ende zu groß.

 

Albert Riera muss gehen. Im Statement des Vereins sagt Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche
Markus Krösche, Sportvorstand Eintracht Frankfurt:
„Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt. Albert und sein Team haben uns durch ihre akribische Arbeit zudem wertvolle Impulse gegeben, wofür wir uns ausdrücklich bedanken möchten.“ 
Dennoch wolle man zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen.
Am Ende eine unausweichliche Entscheidung, wie der Banner einiger Eintracht-Anhänger am vergangenen Wochenende zeigt:
Nada de gracias, Alberto.“  Zu deutsch: „Danke für nichts Alberto.“ Diese Aktion, von einem Teil der Fanszene, nicht die feine Art. Sie zeigt aber deutlich: Das Tischtuch zwischen Trainer und Fans, es war zerschnitten. Die Reaktion des Spaniers. 
Albert Riera, ehemaliger Trainer Eintracht Frankfurt:
„Das ist ganz einfach. Wenn du nicht gewinnst, bist du nicht gut genug. So ist nun mal mein Beruf. Du musst gewinnen, um gut zu sein. Also akzeptiere ich das.“
Es werde zurzeit viel über die Rolle des Trainers gesprochen, nicht aber über die Mannschaft selbst. 
Albert Riera, ehemaliger Trainer Eintracht Frankfurt:
„Die wichtigsten Akteure sind die Spieler. Sie müssen besser performen. Klar, der Trainer muss es besser machen, muss bessere Lösungen finden. (…) Aber ich bin nicht alleine. Ein Verein besteht aus vielen Personen und jeder muss Verantwortung tragen.“
Am Ende seiner dreieinhalb Monate als Cheftrainer der Eintracht stehen die erstmals seit sechs Jahren verpasste Qualifikation für Europa, einige sportlich fragwürdige Personalentscheidungen, Pressekonferenzen mit sehr offensiven Ansagen, sowie Spannungen mit Spielern und Journalisten. 
Klar ist aber auch: Viel Zeit hat Albert Riera nicht bekommen und auch die Mannschaft hat nicht die notwendigen Leistungen gezeigt. Für die sportliche Kehrtwende muss nun ein anderer sorgen. Der Österreicher Adi Hütter, bereits von 2018 bis 2021 Cheftrainer in Frankfurt, gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge. Wer es am Ende auch wird – neben dem Trainer wird auch der Kader in den kommenden Wochen auf den Prüfstand kommen.