Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

Wir sind mitten im Frühling und da wird auch die Tierwelt wieder aktiver. Das merkt man im eigenen Garten, aber natürlich auch beim Spaziergang durch die Natur. Doch was tun, wenn man ein hilfsbedürftiges Tier findet? Im besten Falle wendet man sich dann an die Profis einer Wildtierhilfe. Wir waren in Neu-Isenburg, denn dort gibt es seit Kurzem eine neue zentrale Einrichtung für Wildtiere in Not.

Sie haben gerade Hochsaison. Dieses Eichhörnchen-Junges hat eine Vollbremsung hingelegt – mit der Nase. Die Mutter hat ihr angeschlagenes Kind zurückgelassen, so  ist die Natur. Um das blutige, verkrustete Näschen  kümmert sich  nun  Vera Heck im neuen Wildtierhilfe-Zentrum Neu-Isenburg.
Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen
„Die Nasenbremse ist der Klassiker bei kleinen Eichhörnchen. Der Kopf ist relativ schwer, so wie bei einem Menschenkind ja auch, so ein Kopf und dann ein bisschen Körper drunter und wenn der runter knallt, kann der mit seinen Vorderbeinchen noch nicht den Sturz abfedern und dotzt dann eben so mit der Nase auf, so wie Kleinkinder eben auch und deswegen ist es die klassische Nasenbremse.“
Entkräftet und regungslos wurde dieser Igel aufgefunden. Glücklicherweise hat ihn noch kein Mähroboter erwischt. Wegen des  warmen  Frühjahrswetters ist die stachelige Schlafmütze zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht
Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen
„Was bedeutet, dass keine Insekten da sind. Es sind Insekten- und Fleischfresser und wenn wir keine Insekten haben und die wachen auf, dann haben die ein Problem und so haben wir sehr oft mittlerweile Igel jetzt schon im April oder März gefunden, die dann erst mal wieder aufs Gewicht gebracht werden müssen, bevor sie dann wieder ausgewildert werden können, wo sie herkommen.“
Die neue Einrichtung mitten in der Neu-Isenburger Fußgängerzone ist nach eigenen Angaben  bundesweit einzigartig und fast komplett spendenfinanziert.
Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen
„Wir sagen, wir nehmen sämtliche Wildtiere auf, die tragbar sind und machen dort keinen Unterschied. Das heißt, es ist eine zentrale Stelle und wir geben die Tiere an Stellen weiter, wo wir wissen, dass A noch Platz ist und B diese Tiere dort versorgt werden können.“
Wer ein eindeutig hilfloses Wildtier bemerkt, sollte dieses auf keinen Fall füttern. Sichern und wärmen sind erstmal die Hauptsache. Für alle Fragen steht nun täglich das neue Wildtierhilfe-Zentrum bereit.