Hauptversammlung der Fraport

Dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht es auf den ersten Blick wirtschaftlich gut. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Fraport AG an ihrem Heimat-Standort Frankfurt ein deutliches Plus an Passagieren verzeichnet – rund 63 Millionen Fluggäste wurden dort abgefertigt. Das war zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, aber immer noch etwa 10 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Fraport AG kämpft mit den großen Herausforderungen der Zeit, was auch auf der heutigen Aktionärshauptversammlung in Frankfurt deutlich wurde.

Es ist das größte privatfinanzierte Infrastruktur-Projekt Europas: Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist vor gut 3 Wochen an den Start gegangen. Alles hat reibungslos funktioniert. Zwar ein Highlight für den Standort Frankfurt – 40 Prozent ihres Umsatzes tätigt die Fraport AG mittlerweile allerdings mit Flughäfen im Ausland. Deutschland müsse bei den Passagierzahlen im internationalen Vergleich wieder deutlich aufholen. Das machte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der heutigen Aktionärs-Hauptversammlung in Frankfurt nochmal deutlich.
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG
„Wir liegen hier in Deutschland ganz klar abgeschlagen vom restlichen Europa. Da kann Frankfurt, da kann Fraport noch glücklich sein. Wir sind hier in Frankfurt bei etwa 90 Prozent, das ist von großen Flughäfen ein sehr, sehr guter Wert. Aber es ist eben nicht das, was international üblich ist. Wo man heute bereits bei 115 Prozent des Vorkrisenniveaus wieder angekommen ist, je nach Struktur des jeweiligen Flughafens.“
Herausforderungen für die Fraport  und damit auch für den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Traditionell ist das der hessische Finanzminister, denn das Land ist  mit über 31 Prozent der größte Anteilseigner des Konzerns. Die Amtszeit des ehemaligen Finanzministers Michael Boddenberg endet mit der heutigen Hauptversammlung. Zu seinem Nachfolger wird heute  der amtierende Finanzminister Alexander Lorz gewählt. Von ihm erhofft sich der Fraport-Vorstand die nötige Unterstützung, damit der Flughafen Frankfurt seinen Status als großes internationales Drehkreuz sichern und ausbauen kann. Ganz nach dem Motto: An Hessen führt kein Weg vorbei!