Feuer in Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

In Schwalmstadt hat es in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung gebrannt. Die Feuerwehr musste das Gebäude evakuieren. Mehrere Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwar kann das Feuer gelöscht werden, doch der entstandene Schaden ist groß.

Maskeneinsatz für die Brandbekämpfer: In einer Wohngruppe für Menschen mit Beeinträchtigung im Schwalmstädter Stadteil Treysa bricht am frühen Dienstagmorgen ein Feuer aus. Die Feuerwehr muss mit einem Großaufgebot anrücken. 184 Einsatzkräfte sind vor Ort.  Glück im Unglück: Die Rettungskräfte können die 20 Bewohner und zwei Betreuer evakuieren. Alle drei Etagen der Einrichtung müssen geräumt werden.
Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder
„Die Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Wenn man bedenkt, dass die Bewohner teilweise eingeschränkt sind.“
Ein Zimmer im Erdgeschoss der dreistöckigen Einrichtung brennt komplett aus. Rauch verbreitet sich im übrigen Haus, das nun erstmal unbewohnbar ist. Manche Bewohner können sich selbst retten, die meisten müssen von den Einsatzkräften hinausgetragen werden.
Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder
„Die weiteren Maßnahmen sind natürlich, die restlichen Bewohner mit Hilfe von Krankentransportmitteln oder Kleinbussen in das Feuerwehrhaus Treysa zu transportieren. Dort wird ein Betreuungszug die Betreuungsstelle übernehmen und dort werden die Bewohner dann betreut.“
Bei fünf Menschen, darunter die beiden Betreuer des Wohnheims, stellt ein Notarzt leichte Rauchgasvergiftungen fest – sie kommen ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unbekannt.  Nach den bisherigen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Deshalb ermittelt nun die Kriminalpolizei. Der enstandene  Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Das Haus bleibt vorerst gesperrt – für die Bewohner sollen nun alternative Wohnmöglichkeiten gefunden werden.