Camper des Jahres wird gekürt
Am Nürburgring haben sich heute echt Schwergewichte getroffen: Zehn Teilnehmer und ihre Camper sind in verschiedenen Kategorien gegeneinander angetreten, um den Camper des Jahres Rheinland-Pfalz zu finden. So laut und schnell wie sonst auf der Rennstrecke war es zwar nicht, dafür aber nicht weniger spannend.
Mit Karacho einmal über die nasse Straße – der Test: Wer bekommt die Vollbremsung am besten hin?
Ganz schön knifflig hier der Wettbewerb am Nürburgring.
Frank Müllers, Teilnehmer
„Jetzt haben wir uns dann gesagt, okay, wir orientieren uns an der Seite an diesem grünen Mülleimer, der da stand. Und versuchen mal, wie weit wir kommen. Beim ersten Mal hat die Bremsung nicht geglückt. Die ist nicht anerkannt worden. Und beim zweiten Mal hab ich die Geschwindigkeit erhöht und dann war’s halt einen halber Meter zu viel.“
Der Camper, der am besten vor der Stange hält, bekommt die meisten Punkte. Jeder Kandidat tritt in seinem eigenen Fahrzeug an – und das kennen hier alle in- und auswendig. Denn die Leidenschaft für ihren Camper verbindet die Teilnehmer. Fast alle zumindest.
Frank Müllers, Teilnehmer
„Meine Frau hat das Wohnmobil gekauft und ich muss drunter leiden. Ich bin eigentlich mehr der Bootstyp.“
Mitgehangen, mitgefangen. Und: mitgefahren. Denn trotzdem stellt sich Frank Müllers heute den Aufgaben wie rangieren oder Slalom fahren. Auch richtig lenken will gelernt sein.
Günter Bernard, Trainer
„Was macht mein Wohnmobil ab einer bestimmten Geschwindigkeit? Jetzt kommen die Schüsseln, die Messer, alles kommt in Wallung da drin. Und natürlich, wenn man es gnadenlos übertreiben würde, irgendwann kommt eine Kippgefahr rein.“
Vollprofi ist keiner der zehn Kandidaten, aber darum geht es auch nicht.
Günter Bernard, Trainer
„Die Dinger werden ein paar Wochen im Jahr bewegt und dann stehen die die meiste Zeit. Privat fährt man vielleicht einen Polo oder einen Twingo oder so etwas. Und jetzt muss man mit so einem großen Auto durch die Gegend fahren. Und vielleicht auch mal in einer Situation, wo es eng, schmal wird. Und dass man da lernt, das Fahrzeug ein bisschen besser einzuschätzen.“


