Messe RETTmobil in Fulda

Für Rettungsdienste zählt jede Sekunde. Dafür braucht es zum einen gut ausgebildete Rettungskräfte und zum anderen modernste Technik. Und was es da aktuell an Ausrüstung rund um Drohnen, KI und Roboter gibt – das wird gerade wieder auf der RETTmobil in Fulda präsentiert. Der großen Leitmesse für das Rettungswesen.

Ein schwerer Verkehrsunfall, ein Auto steckt unter einer Baggerschaufel fest. Drei Menschen sind eingeklemmt und teils lebensgefährlich verletzt. Die realitätsnahe Übung hat den Zweck, das Zusammenspiel zwischen fremden Einsatzkräften zu verbessern.
Raymond Wolff, Freiwillige Feuerwehr Köngernheim
„Das kannst du tagtäglich genauso erleben. Baumaschinen fahren, Autos passen nicht auf, einer fährt in die Kreuzung rein, der andere fährt drunter und dann hast du genau diese Situation. Und dann kann es auch passieren, dass aus unterschiedlichen Wehren vielleicht drei, vier Mann kommen und dann muss trotzdem alles Hand in Hand sitzen und das Schöne ist, das kannst du hier tatsächlich üben.“
Über 500 Aussteller aus fast 30 Nationen: Bei der RETTmobil strömt die gesamte Blaulicht-Fachwelt nach Osthessen. 9000 Besucher schon in den ersten zwei Stunden nach Eröffnung, darunter der hessische Innenminister. Unterdessen fordern die Feuerwehren und Hilfsorganisationen von der Landesregierung zur Stärkung knapp 150 Millionen Euro  aus dem hessischen Anteil des so genannten Sondervermögens Infrastruktur.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Wir haben auf der Ebene des Landes 50 Millionen Euro für den Katastrophenschutz aus dem Sondervermögen gesichert. Wir haben beispielsweise auch den Kommunen 4,7 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zuerkannt, im deutschlandweiten Vergleich ein sehr, sehr hoher Anteil. Und dabei ist eine Zweckbestimmung auch die Feuerwehr, der Brand- und Katastrophenschutz.“
Auf diesem liegt, neben dem Rettungswesen, erneut der Schwerpunkt der RETTmobil. Neueste Technik und große rote Autos zum Anfassen. Die Hochschule Trier forscht zur Leitstelle der Zukunft und wer hier beim Wiederbeleben hilft, darf sich auch mal eine Erfrischung gönnen. Der Messechef ist zufrieden.
Manfred Hommel, Geschäftsführer RETTmobil
„Ich glaube, wir haben eines der besten Rettungswesen überhaupt und hier in Hessen sind wir sehr gut aufgestellt. „Wir müssen allerdings was den Bevölkerungsschutz angeht, da müssen wir noch einiges nachjustieren, also dieses Bewusstsein der Gefahren, dass es jeden treffen kann, das ist nicht so richtig verankert, also da werden wir für die Zukunft etwas nachjustieren müssen.“
Roman Poseck (CDU) Innenminister Hessen
„Das Thema Bevölkerungsschutz muss auch im Schulunterricht eine Rolle spielen. Wir können nicht früh genug anfangen. Wir wollen keine Panik schüren aber wir müssen den Realitäten ins Auge sehen und Vorbereitung ist immer besser, als wenn es nachher dann zu spät ist.“
Zu spät für einen Besuch auf der RETTmobil ist es noch nicht, die läuft noch bis morgen. Kommendes Jahr steht das 25-jährige Jubiläum der Messe an. Die zukünftig noch weiter wachsen soll.