Weitere Nachrichten im Überblick

Mehr EU-Arbeitskräfte verlassen Hessen — Mehr Umsatz und weniger Verlust für die Lufthansa — Gewinn bei Daimler Truck eingebrochen

Anmoderation:
Bei einem Autounfall im südhessischen Alsbach-Hähnlein ist eine 39 Jahre alte Mutter ums Leben gekommen. Ihr zehn Jahre alter Sohn saß am Steuer. Er soll versucht haben einen Kleintransporter umzuparken und hatte dabei wohl die Kontrolle verloren. Als die Mutter eingreifen wollte, sei sie von dem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Zehnjährige mit dem Einverständnis der Mutter am Steuer saß. Unfallgutachter sollen nun klären, ob es technische Mängel am Kleintransporter gab. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat formal ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, Kinder unter 14 Jahren sind allerdings nicht strafmündig.
Und weitere Nachrichten des Tages gibt‘s jetzt im Überblick.
Mehr EU-Arbeitskräfte verlassen Hessen
Angesichts einer gesunkenen Zahl von Arbeitskräften aus anderen EU-Ländern warnt die hessische Integrationsministerin Heike Hofmann vor einem unfreundlichen Umgang mit Ausländern. Wie sie heute bei der Vorstellung des aktuellen Hessischen Integrationsmonitors mitteilt, könne eine ablehnende Haltung gegen ausländische Mitarbeiter auch ein wirtschaftlicher Standortnachteil ein. Hessen sei angesichts des Arbeitskräftemangels auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Laut einer Prognose würden bis 2030 in Hessen 240.000 Fachkräfte fehlen.
Mehr Umsatz und weniger Verlust
Die Lufthansa hat im ersten Quartal des Jahres dank starker Nachfrage den Umsatz auf rund 8,7 Milliarden Euro gesteigert. Wie sie heute in Frankfurt mitteilt, waren das im Jahresvergleich 8 Prozent mehr und ein neuer Rekordwert für ein erstes Quartal. Trotzdem machte der Konzern einen Verlust von 665 Millionen Euro. Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Lufthansa erwartet für dieses Jahr wegen der stark gestiegenen Kerosinpreise Zusatzkosten von 1,7 Milliarden Euro. Um das aufzufangen, soll unter anderem das Flugangebot statt um vier Prozent nur noch um höchstens zwei Prozent wachsen.
Gewinn bei Daimler Truck eingebrochen
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck mit seinem größten Werk im südpfälzischen Wörth ist in den ersten drei Monaten des Jahres unter Druck geraten. Wie das Unternehmen heute mitteilt, sank der Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 80 Prozent auf 149 Millionen Euro. Grund dafür waren Belastungen durch die US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika. Für das Werk in Wörth lief es dagegen gut. Die Zahl der verkauften LKW stieg um 13 Prozent auf 34.500. Zudem nahmen die Bestellungen um mehr als 30 Prozent zu.
Abmoderation:
In zwölf Bundesländern haben heute Morgen großangelegte Razzien bei mutmaßlichen Rechtsextremisten stattgefunden. In Rheinland-Pfalz gab es Durchsuchungen in den beiden Kreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz, in Hessen war die Polizei in Frankfurt unterwegs. 36 Personen werde die Bildung oder Mitgliedschaft in den kriminellen Vereinigungen «Jung und Stark» sowie «Deutsche Jugend voran» vorgeworfen, teilte die Bundes-anwaltschaft in Karlsruhe mit. Insgesamt seien rund 50 Wohnungen oder andere Gebäude durchsucht worden. Festnahmen gab es keine.