Nibelungen-Festspiele präsentieren Ensemble

Großer Bahnhof heute in Worms. Auf einer großen Pressekonferenz haben die Macher der diesjährigen Nibelungenfestspiele das Ensemble vorgestellt. Ab dem 17.7. steht die „Hunnenkönigin“ auf dem Programm. Und diesmal wird das Drama vor dem Dom international und auch musikalisch.

Alice Merton ist ein Superstar. Die in Frankfurt geborene Deutsch-Britin hat zusammen mit Alexander Wolfe die Songs und den Soundtrack für „Die Hunnenkönigin“ komponiert. Beide werden im Sommer live auf der Bühne vor dem Wormser Kaiserdom performen. Heute haben sie schon mal eine kleine musikalische Kostprobe davon geliefert, was die Zuschauer erwarten können. . .
Alice Merton, SingerSongwriterin
Ich freue mich, weil es ein Abenteuer ist, es ist was Neues. Und ich wollte schon immer mal Musik für Theater schreiben, ich mag einfach Herausforderungen, und ich finde es immer schön, wenn jemand mich fragt: Hey, ich möchte dich für etwas haben, ich glaube, du wärst gut geeignet dafür.
Die Nibelungensage gilt als „Game of Thrones“ des Mittelalters. Rund um den Helden Siegfried wird gemordet, geliebt und gekämpft. Und das seit 2002 in Worms. Festspielintendant Nico Hofmann verspricht diesmal eine Mischung aus Musical, Puppentheater und echtem Drama.
Nico Hofmann, Intendant der Wormser Nibelungenfestspiele
In diesem Jahr wird es, glaube ich, eine ganz besondere Mischung, mit der Musik zusammen. Mit dem Tanz, mit der Choreografie, mit dem Puppenspiel . Ob es ein Genre-Mix ist, würde ich nicht sagen, es ist eine eigene Form, die da entsteht. Aber im Fokus ist ganz klar die Sage.
So soll es im Sommer vor dem Dom aussehen. In „Die Hunnenkönigin“ steht die Burgunderprinzessin Kriemhild im Mittelpunkt. Das Stück stammt von dem britischen Autor Oliver Lansley. Zusammen mit James Seager führt er auch Regie. Beide kommen von der Londoner Theatercompagnie Les Enfants Terribles.
Oliver Lansley, Autor und Regisseur von „Die Hunnenkönigin
Das Nibelungenlied und die Edda sind die ältesten Sagen, die wir haben. Sie werden über die Jahrhunderte immer wieder erzählt, und neu erzählt. Und das ist das Aufregende am Theater: Wir erzählen die Geschichten immer wieder, erwecken sie neu zum Leben.
Für die Schauspieler wird das eine Herausforderung. Denn sie müssen auf der Bühne Deutsch und Englisch sprechen.
Aram Tafreshian, spielt König Etzel
Ich freue mich da unglaublich drauf, dieses Spiel mit den Sprachen. König ist ja in dieser Variante des Stücks ein Kosmopolit, wo nicht ganz klar ist, wo der eigentlich herkommt. Der spricht gefühlt fast jede Sprache fließend. Und das ist natürlich als Schauspieler eine ganz tolle Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.
Die Zuschauer können sich ab dem 17. Juli auf zwei Festspielwochen mit viel Musik freuen. 80 Prozent der Karten sind bereits verkauft.