Schaltgespräch mit Fraport-Chef Stefan Schulte
Eva Dieterle spricht mit ihm über die Herausforderungen der Mega-Baustelle, die Vorteile für Passagiere und ob der Bau eines dritten Terminals wirklich sinnvoll war.
Eva Dieterle, Moderatorin:
Guten Tag.
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport:
Guten Tag.
Dieterle:
Das ist eine Mega-Baustelle gewesen, 10 Jahre Bauzeit, phasenweise haben 2000 Menschen gleichzeitig dort gearbeitet. Wie viel Nerven hat Sie das als Hauptverantwortlicher gekostet?
Schulte:
Also, um ganz ehrlich zu sein, ich bin heute glücklich, dass wir das Terminal drei in Betrieb nehmen können. Es ist schon eine sehr, sehr große Baustelle gewesen für 90 Millionen Passagiere, einer Grundfläche von über 170.000 Quadratmeter, Geschossfläche von über 400.000 Quadratmeter, wirklich ein Volumen von 4 Milliarden. Und das in einer schwierigen Zeit gebaut. Corona und viele, viele andere Themen, die dazwischen kamen. Wir freuen uns heute und wir sehen diesem neuen Terminal sehr, sehr positiv entgegen, weil es die Wettbewerbsfähigkeit, die Zukunft des Frankfurter Flughafens noch mal sehr deutlich untermauert und sehr deutlich verbessert.
Dieterle:
Das ist eine Mega-Baustelle gewesen, zehn Jahre Bauzeit, phasenweise haben 2000 Menschen gleichzeitig dort gearbeitet. Wie viel Nerven hat Sie das als Hauptverantwortlicher gekostet?
Schulte:
Also, um ganz ehrlich zu sein, ich bin heute glücklich, dass wir das Terminal drei in Betrieb nehmen können. Es ist schon eine sehr, sehr große Baustelle gewesen für 90 Millionen Passagiere, einer Grundfläche von über 170.000 Quadratmeter, Geschossfläche von über 400.000 Quadratmeter, wirklich ein Volumen von 4 Milliarden. Und das in einer schwierigen Zeit gebaut. Corona und viele, viele andere Themen, die dazwischen kamen. Wir freuen uns heute und wir sehen diesem neuen Terminal sehr, sehr positiv entgegen, weil es die Wettbewerbsfähigkeit, die Zukunft des Frankfurter Flughafens noch mal sehr deutlich untermauert und sehr deutlich verbessert.
Dieterle:
Was ändert sich denn mit dem neuen Terminal konkret für die Passagiere?
Schulte:
Ja, die Passagiere haben nicht nur eine sehr schöne neue Wohlfühlatmosphäre in diesem neuen Terminal mit einer sehr intuitiven Führung. Sie haben natürlich auch neueste Technik mit CT-Scannern, mit digitalen Prozessen im Check-in schon beim Bagage drop-off, aber auch einen sehr, sehr attraktiven Marktplatz mit einer wirklich schönen Bar mit guten gastronomischen Angeboten, aber auch Retailangeboten. Das, was vielleicht entscheidend ist, wenn man nackte Fakten nimmt, 33 zusätzliche Gatepositionen, 112 Check-in-Schalter und wir werden die Verkehre auch zwischen dem Norden und dem Süden, also zwischen Terminal eins und zwei und dann im Süden Terminal drei viel besser orchestrieren können, entzerren können im Norden.Wir werden mittelfristig zu einer besseren Pünktlichkeit dabei kommen, weniger Bustransfer, weniger Hin-und-Her-Schlepps der Flugzeuge. Also für den Frankfurter Flughafen, gerade im internationalen Wettbewerbg ist das schon ein großer, wichtiger Schritt.
Dieterle:
Bei den Passagierzahlen haben Sie nach wie vor nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht – dazu kommen teure Tickets, Streiks, Kerosin-Knappheit. Macht dieser große Ausbau denn aus heutiger Sicht noch Sinn?
Schulte:
Ja, der Ausbau ist für den Frankfurter Flughafen essenziell und er macht absolut Sinn. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass die Passagiere, wie auch die über 50 Airlines, die ja dort jetzt reingehen, das sehr, sehr positiv goutieren. Also das erste Feedback ist definitiv sehr positiv und das ist auch gut so! Wir werden dieses Jahr circa 65 Millionen Passagiere erreichen, also relativ nah an Vor-Corona-Niveau dran sein. Und wir sehen aus allen Umfragen, dass das Mobilitätsbedürfnis gerade auch für Fliegen sehr ausgeprägt bleibt und weiter wachsen wird. Also hätten wir hier nicht die hohen staatlich regulierten Abgaben, Luftverkehrssteuer insbesondere, dann würden wir auch jetzt schon viel weiter vorne liegen.
Dieterle:
Das sagt Fraport-Chef Stefan Schulte, vielen Dank nach Frankfurt.


