Lord of the Dance in Frankfurt
Der irische Tänzer Michael Flatley schuf mit „Lord of the Dance“ nicht nur die erfolgreichste Tanzproduktion aller Zeiten, sondern verhalf der Kunst des traditionellen irischen Tanzes zu weltweiter Anerkennung. Mehr als 60 Millionen Menschen auf allen Kontinenten begeistert die atemberaubende Show. Auch in Frankfurt sorgt das irische Stepptanz-Spektakel zum 30. Jubiläum für volle Ränge, rhythmisches Klatschen und stehende Ovationen. Meine Kollegin Nina Seeh hat einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
Die Geschichte folgt einer klassischen Struktur mit einer heldenhaften Reise. Der „Lord of the Dance“ (das Gute) steht dem „Lord of Darkness“ (das Böse) gegenüber. Basierend auf irischer Folklore erzählt die Show die Geschichte ganz ohne Worte. Kilian Sweeney ist Teil des Ensembles und gibt uns einen exklusiven Backstage-Einblick.
Kilian Sweeney, Tänzer: „Wir können nichts sagen, oder was das Publikum auf jeden Fall hören würde. Deswegen ist es sehr wichtig für uns die Körpersprache sehr locker zu halten, wenn wir auf der guten Seite sind, oder sehr offen mit den Schultern. Und wenn wir die bösen Leute sind, dann müssen wir sehr streng sein und vielleicht schneller mit der Bewegung.“
Neben der Körperhaltung, helfen aber auch die Kostüme dabei, die richtige Stimmung zu transportieren. Im Backstage steht alles bereit. Und wie auf der Bühne, heißt es auch hier in den kurzen Pausen: Gas geben.
Kilian Sweeney: „Wir haben auch ne Nummer jetzt in der Show wo wir was anderes anziehen müssen an den Füßen. Das heißt, wir müssen nicht nur die Kostüme wechseln. Und da würde ich sagen, ne gute Minute vielleicht. Aber das kann man sehr schnell unterschätzen.“
Beim irischen Stepptanz kommt es besonders auf die Haltung an. Charakteristisch ist der aufrechte Oberkörper, die Arme sind angespannt und bleiben unbewegt. So hebt sich die schnelle und präzise Fußarbeit besonders hervor. In Irland gilt der Stepptanz als immaterielles Kulturgut, das durch Tanzschulen und Festivals gepflegt wird. Er ist ein wichtiges Ausdrucksmittel der nationalen Identität.
Kilian Sweeney, Tänzer: „Irisch tanzen hat sich sehr entwickelt in den letzten 30 Jahren. Also ja ich würde sagen, dass die Qualität vom Tanzen eine der besten ist.“
Wegen der hohen körperlichen Belastung ist eine gute Vorbereitung wichtig. Dazu zählen Physiotherapie und ein gutes Aufwärmtraining.
Doch nicht nur die Tänzer laufen auf der Bühne zur Höchstform auf. Zum Ensemble gehören auch zwei Violinistinnen, die ausgewählte Lieder live auf der Bühne performen.
Niamh Leahy, Violinistin: „Its kind of an unsual musicial position because we have choreography, we have to think about also playing at the same time and performing too. And we wear really high heels while we do that, so it can be challenging.
Laoise Kennedy, Violinistin: „It’s a great experience to have and like amazing arenas an theatres to play in. That is a lifetime.“ Es ist eine großartige Erfahrung, in solchen Arenen und Theatern zu spielen. Das ist eine einmalige Gelegenheit.
Und am Ende meiner Tour darf ich selbst noch auf die große Bühne, bei einer Tanzstunde mit Kilian.
Gar nicht mal so einfach alles zu koordinieren. Da überlasse ich das Feld doch lieber den Profis.
Die große Jubiläumstour macht im Mai noch Halt in Fulda und Wetzlar, bevor sie weiter nach Großbritannien und Mexiko zieht.


