Der Sporttalk mit Julian Beimel
Die Reise durch Europa ist gestern für Mainz 05 zu Ende gegangen. Auch wenn das Spiel desaströs war, heißt es jetzt: aufstehen, Krönchen richten und auf die Bundesliga konzentrieren. Das tun auch die anderen Vereine unseres Sendegebiets.
Maike Dickhaus, Moderatorin:
Und über diese 0:4-Niederlage spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Julian Beimel. Hallo Julian. Das Ausscheiden der 05er im Viertelfinale der Conference League war verdient, oder?
Beimel:
Absolut! Die Mainzer gestern chancenlos. Offensiv total ungefährlich und in der Defensive überfordert. Und dann kam es nach Anpfiff noch zu unschönen Szenen, weil ein Spieler von Straßburg die Mainzer Auswärtsfans provoziert hat. Nadiem Amiri hat dann auch noch die Rote Karte für diese Tätlichkeiten gesehen. Also alles in allem ein gebrauchter Abend für die Mainzer, so sieht es auch Trainer Urs Fischer.
Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Ja, also wenn man vier zu null verliert. Ich glaube, dann sollte man dem Gegner gratulieren und sich nicht noch irgendwie provozieren lassen. Aber ich verstehe es natürlich auch. Du bist in den Emotionen. Bist enttäuscht.“
Beimel:
Jetzt heißt es erst mal: Die Emotionen wieder runterfahren. Denn auf ihre gebrachten Leistungen in Europa können die Mainzer stolz sein. Und am Sonntagabend geht es ja auch direkt in der Bundesliga weiter. Zu Gast bei Borussia Mönchengladbach, die ja noch wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln wollen.
Dickhaus:
Eintracht Frankfurt hängt aktuell auf Rang 7 fest. Beim Heimspiel gegen RB Leipzig heißt es also in erster Linie: Diesen siebten Platz verteidigen, oder?
Beimel:
Unter Umständen könnte dieser aktuelle Tabellenplatz 7 ja für die Teilnahme an der Europa League kommende Saison ausreichen. Aber für Trainer Albert Riera steht dieses Thema nicht im Fokus.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Diese Themen oder Gespräche habe ich nicht mit der Mannschaft. Das ist nicht wichtig. Wir konzentrieren uns auf das, was wir auf dem Rasen zu tun haben. Außerhalb des Spielfeldes kann das vielleicht helfen. Aber die Botschaften und Gespräche mit meinen Spielern drehen sich um technische und taktische Aspekte. Darum, wie sich diese Mannschaft verbessern kann und wie wir den Gegner schlagen können.“
Beimel:
Ganz uninteressant ist es aber natürlich nicht. Denn wo findet das Europa-League-Finale 2027 statt? Richtig, im Frankfurter Waldstadion! Und wenn das nicht nochmal extra motiviert, dann weiß ich auch nicht.
Dickhaus:
Kommen wir jetzt zu Liga 2. Da will Darmstadt 98 am Sonntag auswärts in Fürth den Negativtrend stoppen.
Beimel:
Ja, das sollten sie auf jeden Fall. Denn durch die zwei Niederlagen in Folge sind sie auf Rang 5 zurückgefallen. Um oben dranzubleiben, will Trainer Florian Kohfeldt sein Team also wieder zurück zu alter Stärke führen.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Für mich sind wir seit drei vier Wochen wieder auf dem Weg. Die Trainingsqualität ist hoch. Unser Rhythmus wird viel besser. Und klar, wir müssen jetzt schnell punkten wieder. Aber über die grundsätzliche Leistung und unsere Form mache ich mir eigentlich weniger Gedanken. Da bin ich sehr positiv.“


