Der Bundesliga-Talk mit Julian Beimel
Beim bisher größten Spiel der Vereinsgeschichte hatte Mainz 05 gestern Abend den französischen Erstligisten Racing Straßburg zu Gast – zum Viertelfinal-Hinspiel der Conference League. Der Sieg gibt Rückenwind für das bevorstehende Bundesliga-Wochenende.
Eva Dieterle, Moderatorin:
Und darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Julian Beimel. Hallo Julian. Wo ordnest Du diesen 2:0-Sieg ein?
Julian Beimel, Sportreporter :
Dieser Sieg passt voll ins Bild und zum Aufwind, der bei den Mainzern unter Urs Fischer herrscht. Vor jetzt fast 2 Monaten haben sie das letzte Mal überhaupt ein Pflichtspiel verloren und genau so sind sie gestern auch aufgetreten. Ein historischer Sieg und ein Riesenerlebnis für die Fans, das konnte man gestern kurz nach Anpfiff raushören.
Luis
„Die Conference-League-Spiele sind immer nochmal was Besonderes. Auch von der Stimmung, immer geile Choreos. Auch heute wieder.“
Lisa
„Es war so geil. Alle haben gesungen. Alle haben sich so sehr gefreut. Es war einfach sehr emotional.“
Joshua
„Ich denke, das ist das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Und ich bin unfassbar stolz da miterleben zu dürfen.“
Marlon
„Ich habe mich schon lange auf das Spiel vorbereitet und gefreut. Heimsieg, besser geht’s nicht.“
Nils
„Erst mal der Heimsieg und jetzt nach Straßburg. Läuft!“
Beimel:
Ja, läuft! Das kann man so sagen. Aber Trainer Urs Fischer natürlich, wie wir ihn kennen, mit einer eher sachlichen Analyse nach Abpfiff.
Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Es war wichtig, dass wir das Spiel mit zwei zu null gewinnen konnten. Aber es ist erst Halbzeit. Ich glaube, die Ausgangslage für das Rückspiel nicht schlecht. Aber es ist noch nichts gewonnen.“
Beimel:
In der Bundesliga geht es für die Mainzer am Sonntagabend ja direkt zuhause weiter. Gegen den SC Freiburg, ein direkter Tabellennachbar. Denn die 05er mittlerweile ja auf Rang 9 geklettert. 10
Dieterle:
Eintracht Frankfurt muss am Samstag auswärts beim VfL Wolfsburg ran. Bei den Adlerträgern, die Stimmung derzeit nicht die Beste, oder?
Beimel:
Ja, Trainer Albert Riera seit seinem Antritt immer mit Aussagen, die polarisieren und bei den Fans zum Teil nicht gut ankommen. Der Spanier und Frankfurt – bisher haben sich beide Seiten noch nicht so richtig gefunden. Ein Sieg in Wolfsburg würde da allen Beteiligten guttun, wir hören mal rein wie der Trainer auf das Spiel blickt.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt:
„Alle Mannschaften kämpfen zum jetzigen Zeitpunkt um etwas. Und alle mit unterschiedlichen Zielen. Unser Ziel ist sehr klar: dieser siebte Platz, um nächste Saison in Europa spielen zu können. Wir wollen in Europa spielen. Und Wolfsburg kämpft darum, nicht abzusteigen. Also habe ich zu meinen Spielern gesagt: Beide Seiten haben Druck. Aber welcher Druck ist der schönere? Und ich sage: Unser Druck ist der Schönere.“
Beimel:
Wolfsburg als Tabellenvorletzter mittendrin im Abstiegskampf. Die werden natürlich versuchen der Eintracht das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Dieterle:
Kommen wir jetzt zu Liga 2. Da bekommt es Darmstadt 98 mit dem direkten Aufstiegskonkurrenten Hannover 96 zu tun.
Beimel:
Ja, die Lilien in dieser Saison ja mit einer deutlichen Auswärtsschwäche und zuletzt acht Mal in Folge auswärts ohne Dreier. Und so wird es natürlich schwierig mit dem Aufstieg. Gegen Hannover haben sie jetzt ja aber am Bölle ihre Fans im Rücken. Und so will Trainer Florian Kohfeldt das Spiel angehen.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98:
„Ein Heimspiel. Samstagabend. Gegen einen Top-Gegner, die einen Platz hinter uns stehen in der Tabelle. Von daher freuen wir uns auf das Spiel. Wollen das selbstbewusst angehen. Wollen unsere Stärken auf den Platz bringen.“
Beimel:
Zwei oder drei Spiele, in denen die Konkurrenz patzt und Darmstadt könnte auch schon wieder an die Tabellenspitze klettern. Da ist aktuell, sieben Spieltage vor Saisonende, noch lange nichts entschieden.
Dieterle:
Kaiserslautern ist schon länger aus dem Aufstiegsrennen raus. Was erwartest Du da für ein Spiel, auswärts bei Hertha BSC?
Beimel:
Ja, auswärts tut sich der FCK in dieser Saison bisher ja meist schwer. Hier die Einschätzung von Trainer Torsten Lieberknecht.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern:
„Wie so oft im Leben. Wenn man Chancen verballert, bekommt man oftmals wieder ne neue Chance. Jetzt haben wir eine neue Chance gegen keinen einfachen Gegner. Das haben wir jetzt zwei Mal erfahren müssen. Hier ganz knapp im Heimspiel. Dann natürlich mit der Blamage im DFB-Pokal.“


