Mehr Tote und Verletzte auf rheinland-pfälzischen Straßen
Von sehr ernüchternden Zahlen spricht der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling heute, als er die Verkehrsbilanz für das Jahr 2025 vorstellt. Zwar sei die Zahl der Verkehrsunfälle generell leicht zurückgegangen – gleichzeitig gibt es aber mehr Verletzte und Tote.
158 Menschen haben im vergangenen Jahr auf den rheinland-pfälzischen Straßen ihr Leben verloren. Das sind 28 mehr als im Jahr 2024. Woran das liegt? Für Innenminister Michael Ebling heute schwer zu beantworten.
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Tatsächlich gibt es keine einfache Ursache zu erklären, um auf den Punkt zu weisen, warum mehr Menschen im Straßenverkehr zu Tode gekommen sind. Die Unfälle sind unterschiedlich gelagert gewesen. Aber es geht uns schon darum, dass wir insgesamt wollen, dass Verkehrssicherheit hochgehalten wird. Das bedeutet, präventive Maßnahmen auch weiter zu verstärken. Gerade in den gefährdeten Gruppen der jüngeren Fahrenden. Aber genauso auch darauf zu achten, dass Seniorinnen und Senioren sich regelmäßig beteiligen bei Präventionsangeboten.“
Nach wie vor sind vor allem sehr junge Fahrer überproportional oft an einem Unfall beteiligt. Was im vergangenen Jahr aber auffällig war:
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Tatsächlich ist die Zahl der gestiegenen Verkehrstoten auch darauf zurückzuführen, dass bei den Unfällen bei einem Fahrzeug mehrere Beteiligte involviert oder mehrere Beteiligte gleichzeitig zu Tode kamen. Das ist etwas a-typisch.“
Typisch wiederum bleiben die Ursachen für einen Unfall mit Verletzten und Toten: Ganz oben steht zu schnelles Fahren, gefolgt von zu wenig Sicherheitsabstand und Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen. Gleichzeitig geht die Polizei davon aus, dass mittlerweile zu viele Autofahrer abgelenkt sind. Das allerdings ist meist schwer zu erfassen.
Friedel Durben, Inspekteur der Polizei
„Aber ich bin zutiefst überzeugt, dass wir derzeit ein hohes Dunkelfeld haben. Weil es nicht mehr nur das Telefonieren mit dem Handy ist, sondern mittlerweile, wenn man rechts und links in die Seitenscheiben schaut, ist es eher schon das Daddeln auf dem Handy, WhatsApp-Nachrichten lesen, schreiben. Und das lenkt schon deutlich ab.“


