Putziger Nachwuchs im Zoo Kaiserslautern

Bei den Bennett-Kängurus und den Erdmännchen zeigen sich die Jungtiere zurzeit erstmals den Besuchern. Und in einem Gehege geht es dabei deutlich entspannter zu, als im anderen.

Der Kopf und die Vorderbeine gucken schon häufiger raus. Sonst wird noch die meiste Zeit im Beutel enspannt. Wann genau das Jungtier auf die Welt gekommen ist, lässt sich nicht sagen. Denn:
Marco Dyck, Auszubildender zum Tierpfleger
„Die kommen auf die Welt, da sind sie ungefähr so groß wie ein Gummibärchen. Und grabbeln dann in den Beutel von der Mutter. Und da hat die Mutter zwei Zitzen und da saugen die sich fest. Und die haben ungefähr eine Tragzeit von 280 Tagen im Beutel.“
Das junge Kängurubaby döst mit dem Rest der Gruppe in der Mittagssonne. Und leckt an seinen Unterarmen, um sich abzukühlen. Und siehe da: Der ein oder andere kleine Ausflug wird schon gewagt.
Während sich das Jungtier noch über die Milch der Mutter ernährt, genießen die Großen leckeren Bambus in der Sonne. Weil sie ein so empfindliches Zahnfleisch haben, steht   für die aus Tasmanien stammenden Beuteltiere hauptsächlich Grünes wie Bambus, Salate oder verschiedenes Gemüse auf dem Speiseplan.
Deutlich bunter sieht der Teller bei den Erdmännchen aus. Aber der Hauptfokus liegt hier zurzeit sowieso auf den drei kleinen Jungtieren, die vor gerade mal zweieinhalb Wochen auf die Welt gekommen sind. Denn die zur Familie der Raubtiere zählenden Erdmännchen sind sehr soziale Tiere.
Christina Longen, Tierpflegerin
„Bei denen ist der Gruppenzusammenhalt einfachs sehr sehr groß. Und da wird auch ganz besonders bei den Jungtieren darauf geachtet, dass die immer beschützt werden. Dass immer ein Erdmännchen auf jeden Fall mit dabei ist und aufpasst.“
Damit das gelingt, wird immer Wache gehalten und sehr viel miteinander kommuniziert.
Christina Longen, Tierpflegerin
„Da ist auch einfach ganz wichtig, dass die für verschiedene Fressfeinde verschiedene Warnrufe haben. Wo sie dann ganz genau erkennen können: Wir haben jetzt hier einen Greifvogel, der angreift. Oder halt ein bodenbewohnender Fressfeind.“
Und so hört es sich in etwa an, wenn Erdmännchen miteinander sprechen.
Bei so viel Gewusel ist es für die Kleinen noch gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Zur Zeit lassen sie sich noch tragen. Aber mit zwei bis drei Monaten sind die Jungtiere dann schon komplett unabhängig im Gehege unterwegs.
Nicht mehr lange und dann sind die drei mit Sicherheit auch schon genauso neugierig wie der Rest der Gruppe.