Start ins Sommersemester

In diesen Minuten findet an der größten Hochschule in Rheinland-Pfalz – der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – die offizielle Begrüßung der neuen Studierenden statt. Mit dem Start des Sommer-Semesters kommen Tausende Erstsemester nach Mainz. Für viele bedeutet das nicht nur ein neues Studium, sondern auch eine neue Stadt, neue Menschen und ganz neue Herausforderungen.

Marika Heusohn, 1. Semester Medizin
„Also noch bisschen überwältigt. Aber gerade weil das Wetter heute auch so schön ist, freu ich mich total hier auch alles kennenzulernen.“
Maja Broeker, 1. Semester Wirtschaftspädagogik
„Die ist groß. Also der Campus ist riesig. Es ist schon eine kleine Stadt hier.“
Selim Yigitce, 1. Semester Medizin
„Ich bin schon nervös gewesen so. Vor allem es sind so neue Leute. Es ist ne neue Uni, es ist ne neue Stadt, man ist allein hier. Aber ich freu mich und ich hoffe ich pack das Studium.“
Mark Reiter, 1. Semester Medizin
„Die neuen Leute kennenzulernen. Einfach neue Freundschaften zu knüpfen. Ja bisschen feiern so und dann halt aber auch aufs Studium. Also ich hab wirklich Lust halt zu lernen.“
Insgesamt rechnet die JGU in diesem Sommersemester mit rund 28.500 Studierende. Damit hätten sich die Zahlen nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren stabilisiert. Die Zahl der Ersteinschreibungen ist gegenüber dem Vorjahr aber zurückgegangen.
Ein altbekanntes Problem für die Studierenden: Bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Nora Dietrich, 1. Semester Medizin
„Es war schon ein bisschen Aufwand, also so zehn bis zwanzig Bewerbungen, Anschreiben so, musste ich schon rausschicken.“
Vera Lauer, 1. Semester Medizin
„Wohnungssuche in Mainz, muss ich sagen, ist sehr, sehr schwer. Es ist sehr teuer, man braucht viel Geduld, bis man eine Wohnung gefunden hat und man braucht auch das entsprechende Budget.“
Till Hartmann, Vorsitzender AStA Uni Mainz
„Wir haben auch 4.000 Wohnheimsplätze, aber wir sind 30.000 Studierende. Das heißt die Studierenden müssen auf den privaten Wohnungsmarkt, konkurrieren teilweise mit der Stadtbevölkerung, da gibt es dann auch Reibungen. Und dann zahlen halt Studierende fünf, sechs, 700 Euro für einen kleinen WG-Platz.“
Dazu kommt noch der Semesterbeitrag. Für dieses Sommersemester zahlen Studierende  knapp 350 Euro. Im vergangenen Wintersemester waren es noch knapp fünf Euro weniger.
Vera Lauer, 1. Semester Medizin
„Sorge bereitet mir wie ich neben dem Studium auch Geld verdienen kann, weil Medizin ein sehr zeitintensives Studium ist , aber man braucht einfach für den Lebensunterhalt hie rund für Miete und so weiter, braucht man eigentlich eine Einnahmequelle.“
Hilfe bietet hier auch der Allgemeine Studierendenausschuss.
Till Hartmann, Vorsitzender AStA Uni Mainz
„Wir bieten auch Zuschüsse und Darlehen an Studierende an und da ist der Zulauf auch sehr groß, also das ist schon ein Anliegen, was die Studierenden gegenüber dem AStA haben.“
Trotz finanzieller Sorgen und der schwierigen Wohnungssuche blicken viele Erstsemester optimistisch in die Zukunft. Zwischen Nervosität und Vorfreude startet für sie neuer Lebensabschnitt.