Weitere Nachrichten im Überblick

Bundesanwaltschaft klagt Ex-RAF-Terroristin an — Lufthansa einigt sich mit Bodenpersonal — Im Winter deutlich mehr Salz gestreut

Anmoderation:
Zum Abschluss der Verkehrsminister-Konferenz hat Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori weitere Maßnahmen gegen die steigenden Spritpreise gefordert. Er sprach sich dafür aus, die Einführung einer Steuer auf Übergewinne der Mineralölkonzerne zu prüfen. „Wer aus Krieg und Not ein Geschäft macht, handelt unanständig und verantwortungslos“, sagte der Minister. Man müsse Krisengewinne möglichst unattraktiv machen.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute. Der Überblick.
Bundesanwaltschaft klagt Ex-RAF-Terroristin an
Der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette droht in Frankfurt ein weiteres Gerichtsverfahren. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die 67-Jährige erhoben. Sie wirft Klette unter anderem versuchten Mord und die Beteiligung an Sprengstoffanschlägen vor. So soll sie im März 1993 als Mitglied eines RAF-Kommandos an einem Bombenanschlag auf ein neu gebautes Gefängnis im hessischen Weiterstadt beteiligt gewesen sein. An dem noch leerstehenden Gefängnis entstanden massive Schäden. Jetzt muss der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt entscheiden, ob und wann es zum Prozess kommt.
Lufthansa einigt sich mit Bodenpersonal
Die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft ver.di haben einen neuen Tarifabschluss für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten  der Lufthansa  vereinbart. Das haben beide Seiten heute in Frankfurt bekanntgegeben. Demnach erhalten die Mitarbeiter unter anderem in der Technik, der Luftfracht und im Check-in in zwei Stufen insgesamt rund 4,6 Prozent mehr Lohn. Damit sind in diesem Jahr Streiks am Boden abgewendet. Das gilt aber nicht für das fliegende Personal. Die Piloten und Flugbegleiter haben sich in Urabstimmungen für Arbeitskämpfe ausgesprochen.
Deutlich mehr Salz gestreut
Hessen Mobil hat in diesem Winter rund 110.000 Tonnen Salz gestreut, um die Straßen bei Schnee- und Eisglätte sicher befahrbar zu machen. Wie die Landesbehörde heute mitteilte, hat sie in den beiden vorangegangenen Jahren nur etwa 65.000 Tonnen Salz verbraucht. Zudem seien in diesem Winter durch den häufigen Wechsel von Frost- und Tauperioden besonders viele Schlaglöcher entstanden. Damit die Fahrbahnschäden schnell beseitigt werden können, habe das Verkehrsministerium rund 6 Millionen Euro bereitgestellt.