Weltmeister im Kunstpfeifen begeistert bei Konzerten in Trier

Yusuke Matsmura ist Kunstpfeifer, hat die Weltmeisterschaft gewonnen und tritt aktuell in Trier auf. Wenn Pfeifen zur Kunst wird.

Über drei Oktaven kommt er beim Pfeifen. Mit schnellen Tonabfolgen und genauer Intonation hat Kunstpfeifer Yusuke Matsumura kein Problem.
Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer
„Zuerst ist die Zungenposition wichtig. Also chhhh. Dieses Geräusch ist sehr wichtig. Ü üben Ü. Dann kann man so üben: chhhhüüüü. So kann man pfeifen.“
Wenn das Grundprinzip klappt, geht es um die Tonhöhe. Wichtig dabei: die Position der Zunge.
Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer
„Wenn man höher pfeifen möchte, dann ist die Zungenposition viel enger. Also nicht o, sondern ü. So muss man rutschen. Und wenn man tiefer pfeifen möchte, dann kann man tendenziell o aussprechen.“
Als Kind kann Yusuke  gar nicht pfeifen. Bis er anfängt, Tuba zu spielen. Er beginnt damit, sich das Kunstpfeifen selbst beizubringen.
Und das mit Erfolg, auch beruflich. Im Musical „My Fair Lady“ am Theater Trier pfeift Yusuke ein ganzes Solo.
Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer
„Meine angenehme Tonlage ist mittelhoch. Nicht am höchsten, aber manche Pfeifer können noch höher als ich, aber vielleicht ziemlich hoch. aber meine Stimme ist, also ja, ich bin Basssänger. Also meine Stimme ist ganz tief. Also ich singe tief, aber ich pfeife hoch.“
Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren wird er erster. Seitdem ist er auf der Jagd nach noch mehr Preisen. Yusuke Matsumuras nächstes Ziel: Der Online-Wettbewerb Global Whistling Championship. Mit einem Video hat er sich beworben. Sein Lieblingsstück: das Trompetenkonzert von Joseph Haydn.
Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer
„Das ist so schwierig technisch. Und es ist nicht so einfach, es einmalig perfekt zu pfeifen. Ich habe es sehr viele Male aufgenommen und  ich habe selbst geforscht. Also wie ich meinen Körper fühlen kann oder wie ich wirklich musikalisch interpretieren möchte.“
Intonation, Dynamik und Präsentation. Darauf kommt es bei der Wertung an. Yusuke Matsumura selbst ist zufrieden mit seiner Bewerbung, jetzt muss es nur die Jury auch sein. Die Entscheidung fällt Mitte März. Bis dahin pfeift Yusuke Matsumura weiter für sich, für die Zuhörer im Theater und für die Passanten auf der Straße.