Rettungsmedaille des Landes für Einsatzkräfte von eingestürztem Hotel in Kröv
Der tragische Hoteleinsturz in Kröv an der Mosel vor anderthalb Jahren hat zwei Menschen das Leben gekostet. Sieben Personen konnten aus den Trümmern gerettet werden – dank des Einsatzes von rund 250 Rettungskräften und Helfern. Darunter auch Mitarbeiter einer Wittlicher Baufirma. Ihr mutiges Handeln wurde nun mit der Rettungs-Medaille des Landes, der höchsten Auszeichnung für Rettungstaten, gewürdigt.
Am späten Abend des 6. August 2024 stürzen Teile des Hotels Reichsschenke ein, an dem sich zuvor Risse gebildet hatten. Neun Menschen werden von den Trümmern verschüttet. Der Hotelbetreiber und ein weiblicher Gast kommen ums Leben. Sieben Personen, darunter eine Mutter und ihr Kleinkind, können aber lebend aus dem akut einsturzgefährdeten Haus geborgen werden. Entscheidend sind spezielle Kernbohrungen, um über Löcher Kontakt zu den Verschütteten herzustellen und sie mit Essen und Trinken zu versorgen. Als Bauunternehmer Roman Lange und seine erfahrenen Kollegen von der Feuerwehr um Hilfe gebeten werden, zögern sie keine Sekunde, die Arbeiten mit ihrem schweren Gerät gleich selbst durchzuführen.
Roman Lange, Inhaber LRT-Baudienstleistungen Wittlich
„Und konnten so unseren Beitrag leisten, dass wir die Frau finden konnten, die noch da eingeklemmt war. Und haben dann den Einsatz auch bis zum Schluss mitgemacht. Und sind dann auch nachher erschöpft wieder weg. Ich war ganz stolz auf meine Mitarbeiter.“
Ein stolzer Chef – und ein stolzer Ministerpräsident. Alexander Schweitzer verleiht Roman Lange, Martin Hagewald und Markus Moll für ihren Einsatz während der 24-stündigen Rettungsaktion die Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP
„Da haben Mitarbeiter einer Firma mehr getan, als sie eigentlich müssten. Sie haben eigentlich ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel gesetzt, um das Leben anderer Menschen zu retten. Und das ist bemerkenswert. Das ist besonders und das ist aller Ehren wert.“
Eine Ehrung, die Roman Lange und seine Kollegen mit Demut entgegennehmen.
Roman Lange, Inhaber LRT-Baudienstleistungen Wittlich
„Doch, ist eine Anerkennung. Jetzt im Nachhinein fühle ich mich richtig wohl damit. Und allen Beteiligten wünsche ich, dass sie es gut verarbeiten können. Und die, die halt das Leben lassen mussten, den Angehörigen wünsche ich viel Kraft. Da arbeite ich auch noch mit.“


