Emotionales Heimspiel in Lautern – Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

Nach dem couragierten Auftritt der Frankfurter Eintracht am vergangenen Wochenende beim FC Bayern steht an diesem Wochenende für die Hessen das nächste Heimspiel an. Darüber – und  über die Aufgaben unserer anderen Mannschaften hier aus der Region – spricht Eva Dieterle mit unserem Sportreporter.

Eva Dieterle, Moderatorin
Thorsten, zu Hause hat Eintracht-Trainer Albert Riera ja bislang eine  makellose Bilanz.
Thorsten Arnold, Sportreporter:
Ja, ein Spiel –  ein Sieg. Und am Sonntag soll direkt der nächste Heimsieg folgen, gegen den SC Freiburg. Dann kann Albert Riera weiter so selbstbewusst auftreten wie bisher, mit markigen Sprüchen. Auch heute gab’s wieder einen. Auf die Frage, wie er denn entscheidet, welche Spieler er aufstellt. Bitte sehr!
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Ich schaue mir nicht nur an, wie sie trainieren. Ich rieche sie förmlich. Wie ein Parfüm. Ich kann das wahrnehmen. In ihren Augen. Wenn ich sie anschaue. Ich weiß genau, was sie brauchen, wie sie sich fühlen. Und deswegen entscheide ich nicht nur fachlich taktisch. Es hängt auch von der gegenseitigen Verständigun ab.“
Arnold:
Ja, die berühmte Chemie in der Mannschaft, das ist jetzt auch nix Neues. Jedenfalls ein richtungsweisendes Spiel, wenn die Eintracht nochmal Richtung Europa schielen will.
Dieterle:
Thorsten, wir schauen direkt zu unserem anderen Erstligisten, zu Mainz 05. Die sammeln Pünktchen um Pünktchen gegen den Abstieg.
Arnold:
Wird aber schwer morgen auswärts bei Bayer Leverkusen, die sind sehr spielstark, haben richtige Zocker mit drin. Also da werden die Mainzer nicht oft den Ball haben und damit rechnet  auch Trainer Urs Fischer.
Urs Fischer, Trainer 1.  FSV Mainz 05
„Ich gehe mal davon aus, dass du effizient sein musst. Dass du nicht allzu viele Möglichkeiten bekommst. Das was du kriegst, da muss was rausschauen.“
Arnold:
Und dann  haben wir noch was Interessantes gesehen im Training. Mittlerweile werden ja die Torhüter bei jedem Eckball richtig angerempelt, früher wurde das noch abgepfiffen. Und da hat sich hier Stefan Kuhnert, der Torwarttrainer, der alte Fuchs, solche Ramm-Kissen besorgt, versucht das Ganze so zu simulieren. Also spannende Sache. Mal gucken, ob’s hilft.
Dieterle:
Und wir schauen ganz schnell in die zweite Liga, denn da ist ja gleich schon Anpfiff für den SV Darmstadt 98, zu einem ganz besonderen Auswärtsspiel.
Arnold:
Ja, bei Dynamo Dresden, da geht bei mir jetzt gleich direkt der Fernseher an und wird sicherlich auch bis zum Schluss durchlaufen. In Dresden, das ist immer eine ganz besondere Atmosphäre und Trainer  Florian Kohfeldt,  der Lilientrainer, der hat`s  noch besser und  darf das Ganze  direkt vom Spielfeldrand aus verfolgen.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Sowas, was da am Freitag auf uns zukommt, das ist für mich Fußball-Romantik pur! Ich liebe das. Und mich stachelt das unglaublich an. Dresden am Flutlichtabend ist schon Top 5  in Deutschland und dementsprechend freuen wir uns sehr auf dieses weitere sehr emotionales Spiel.“
Arnold:
Immerhin 900 wackere Lilien Fans konnten sich ein Ticket organisieren für den Gästeblock,  reisen sind mit nach Dresden zu diesem Highlight.
Dieterle:  Ja und ein Highlight gibt es auch wieder für alle FCK Fans . Ein  Heimspiel auf dem Betzenberg gegen ein  Spitzenteam.
Arnold:
Es geht gegen den SC Paderborn. Kein so großer Name aber eben Tabellenvierter. Und wie immer bin ich gespannt, in welche Richtung die Stimmung sich bewegt. Kein Verein lebt Heimspiele emotionaler als die Lauterer  Trainer Torsten Lieberknecht erklärt noch mal schön, warum.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1.  FC Kaiserslautern
„Weil der Pfälzer, und alle die, die für den FCK fiebern, natürlich hoch emotional sind und wirklich ein ganz großes Herz haben. Und jetzt ist der Pfälzer natürlich auch so, wie er ist. Der babbelt gerne, so wie ich. Und dann weiß er  es hier halt besser und der Anner ist besser und ich wusste es eh schon immer. Und das ist genau die Kultur, die man verstehen muss als Spieler, wenn du hier zum FCK gehst.“
Arnold:
Herrlich, besser kann man`s nicht beschreiben.
Dieterle:
Und zum Schluss  haben wir noch was vom Tischtennis. Hollywood hat gerufen!
Thorsten:
Ja, schöne Sache: Timo Boll – hat seine Profi Karriere zwar beendet, durfte aber nun mitmachen im Film „Marty Supreme“  der gerade in den deutschen Kinos anläuft. Spielt – natürlich –  einen Tischtennisspieler, das Ganze in den fünfziger Jahren. Guck mal, in langen Hosen noch. Leider will das  Drehbuch, dass er verliert, gegen den Hauptdarsteller des Films, der für sage und schreibe neun Oscars nominiert ist. Also  vielleicht klappt’s ja mindestens mal mit einem. Das wär doch eine wunderbare Sache –  mit unserem Timo aus dem Odenwald!
Dieterle:
Wir sind gespannt und drücken fest die Daumen. Vielen Dank für deinen Sportausblick aufs Wochenende, Thorsten.