Starttermin für Neubau der Zeller Brücke im Odenwald steht
Im Odenwald wurde im vergangenen Jahr die marode und von Rissen durchzogene Zeller Brücke gesprengt. Über sie verläuft normalerweise die wichtige Bundesstraße B45, die den Odenwald und das Rhein-Main-Gebiet verbindet. Der Verkehr muss seitdem umgeleitet werden. Der Neubau der Brücke soll deshalb so schnell es geht umgesetzt werden. Heute wurde der Plan vorgestellt.
Mit großem Knall stürzt die 3000 Tonnen schwere Zeller Brücke in sich zusammen. 44 Kilo Sprengstoff bringen das Bauwerk am 30. Juli 2025 in nur wenigen Sekunden zu Boden. Seit heute ist klar: Ende April ist Spatenstich und im Juni 2027 soll der Verkehr wieder über die Brücke rollen.
Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen
„Die Zusammenarbeit der Beteiligten, der der Unternehmen, Bahn, Vias auch der Behörden: Die ist hier wirklich vorbildlich. Wir haben ja sofort nach der Sperrung hier eine Taskforce eingerichtet, wo die unterschiedlichen Akteure, das sind durchaus mal 40 Leute in einem Konferensaal, regelmäßig zusammenkommen. Und zwar nicht erst dann, wenn Probleme auftauchen, sondern sehr vorausschauen miteinander sprechen: Wer hat eigentlich welche Hausaufgaben.“
Die Kosten für den Neubau in Höhe von rund elf Millionen Euro übernimmt der Bund. Auch beim Genehmigungsverfahren wird unbürokratisch aufs Gas gedrückt. Bedeutet: Das Bauprojekt darf ausgeschrieben und vergeben werden, obwohl der abschließende Plan noch nicht steht.
Markus Schmitt, Dezernent Planung und Bau Hessen Mobil
„Das ist eine beschleunigte Vorgehensweise, die man eigentlich nur bei Katastrophenfällen anwendet. Aber es ist ja auch eine Katastrophe hier für den Odenwaldkreis, dass diese Bundesstraße zurzeit nicht zur Verfügung steht. Alleine diese Prozessbeschleunigung hat uns sicherlich anderthalb Jahre eingespart.“
Circa 16.000 Fahrzeuge fahren normalerweise täglich über die Brücke. Seit Ende April 2025 muss der Verkehr umgeleitet werden. Betroffen sind auch viele Unternehmen, die auf die Bundesstraße angewiesen sind.
Christian Jöst, Präsident IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
„Also wir haben Unternehmen gehabt, die haben uns angegeben, das waren Angaben der Unternehmen, die gingen von Umsatzeinbußen aus von monatlich von 20.000 Euro aufwärts. Und wenn Sie das kumulieren über die Zeit der Brückensperrung, dann sind Sie da wahrscheinlich fast bei 300.000 – 400.000 Euro, die da verloren gehen.“


