Nachrichten vom 25.02.2026

Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter — Gutachter kritisieren Volkszählung — Fresenius steigert Umsatz und Gewinn

Anmoderation:
Zwei Männer sind am frühen Morgen bei Arbeiten für den Windpark Fischborn im Main-Kinzig-Kreis ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sei ein Arbeitskorb, der sich im oberen Bereich des Turms befand, aus noch unbekannten Gründen abgestürzt. Die beiden 32 Jahre alten Männer waren offenbar sofort tot. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang ermitteln.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten an diesem Mittwoch.
Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter
Einen Tag nach den Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer hessischer Städte haben heute die Gewerkschaft ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen ihre Tarifverhandlungen in Frankfurt fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, wie etwa höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgebervertreter verweisen auf die schwierige finanzielle Situation der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Für Freitag und Samstag hat ver.di erneut zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. In Hessen sind vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden betroffen. Ein Abschluss der Verhandlungen für das Land wird für den 16. März angestrebt.
Gutachter kritisieren Volkszählung
Im Streit über die Einwohnerzahlen der hessischen Kommunen hat ein Gutachten im Auftrag von rund 280 Städten und Gemeinden erhebliche Mängel bei der Durchführung und Transparenz des Zensus 2022 festgestellt. Das hat die Stadt Hanau mitgeteilt. Sie sieht sich in ihrer Klage gegen die Ergebnisse des Zensus bestätigt. Das Statistische Landesamt hat im Rahmen der Volkszählung für Hanau eine deutlich geringere Einwohnerzahl festgestellt als das Melderegister ausweist. Die Stadt befürchtet deshalb einen jährlichen Verlust von knapp 10 Millionen Euro. Wieviel Geld die Kommunen von Land bekommen, hängt auch von der Einwohnerzahl ab. Auch viele weitere Kommunen haben aus den gleichen Gründen Klagen eingereicht.
Fresenius steigert Umsatz und Gewinn
Der Bad Homburger Krankenhaus- und Arzneimittelkonzern Fresenius hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Dank guter Geschäfte bei der Medikamentensparte Kabi und der Klinikkette Helios stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 22,5 Milliarden Euro. Belastungen wie etwa durch die US-Zölle konnte der Konzern mehr als ausgleichen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um gut vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.