Cold Case von 1994 gelöst? Festnahme im Koblenzer Mordfall Amy Lopez
32 Jahre ist es her, dass eine amerikanische Touristin in Koblenz brutal ermordet wurde. Im September 1994 fanden Passanten die Leiche von Amy Lopez unterhalb der Festung Ehrenbreitstein. Die damals 24-Jährige war vergewaltigt, stranguliert und dann mit Messerstichen getötet worden. Nach Jahren der erfolglosen Ermittlungen galt der Fall inzwischen als „Cold Case“ – bis es am Montag plötzlich eine Festnahme gab. Heute sind die Ermittler vor die Presse getreten.
Der Medienraum im Polizeipräsidium Koblenz platzt aus allen Nähten. Das Interesse ist riesig. Wie haben die Ermittler es geschafft, fast 32 Jahre nach der Tat noch einen mutmaßlichen Täter zu ermitteln?
Mario Mannweiler, Leiter Staatsanwaltschaft Koblenz,
„Die eindeutige Spur, mit der eindeutigen Übereinstimmung stammt vom Hosenbund der Jeanshose des Opfers. Und zwar von der Innenseite. Und diese DANN-Spur konnte damals 1994 mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln noch nicht entdeckt werden.“
Hier, an einem Aufgang zur Festung Ehrenbreitstein hatten Passanten am 26.September 1994 die Leiche von Amy Lopez gefunden. Sie lag in einem abgetrennten Vorbau der Festung, dem sogenannten General-Aster-Zimmer, das heute mit einem Gitter verschlossen ist. Die Festnahme des Tatverdächtigen erfolgte gestern in einem Seniorenheim, nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt.
Mario Mannweiler, Leiter Staatsanwaltschaft Koblenz,
„Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 81jährigen Deutschen, der unweit von Koblenz lebte, wo er auch festgenommen wurde. Auch zur Tatzeit lebte er in der Region um Koblenz. Er ist nicht in der Region hier geboren, aber er hat einen Großteil seines Lebens in der Region verbracht.“


