Nachrichten vom 24.02.2026

Weitere Warnstreiks im Nahverkehr — Bopparder Krankenhaus kann erhalten bleiben — Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden

Anmoderation:
Fast 32 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin in Koblenz hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der mittlerweile 81 Jahre alte Deutsche ist gestern in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz heute mit. Der Mann steht unter dem dringenden Verdacht, die damals 24-Jährige missbraucht und getötet zu haben. Weitere Informationen zu diesem Cold Case, der jetzt aufgeklärt werden könnte, gibt es morgen auf einer Pressekonferenz. Wir werden berichten.
Und damit jetzt zu weiteren Meldungen des Tages.
Weitere Warnstreiks im Nahverkehr
Im Tarifstreit der kommunalen Verkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft ver.di für Freitag und Samstag erneut zu Arbeitsniederlegungen in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgerufen. Davon betroffen sind in Rheinland-Pfalz unter anderem Mainz, Trier und Kaiserslautern. In Hessen wird es vor allem wieder Frankfurt, Wiesbaden und Kassel treffen. In den drei Städten gibt es bereits wegen des heutigen Warnstreiks erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr. In Frankfurt stehen zum Beispiel die U- und Straßenbahnen still, in Wiesbaden fallen die meisten Buslinien aus. Die Gewerkschaft fordert in erster Linie bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Krankenhaus kann erhalten bleiben
Die Stadt Boppard will das finanziell angeschlagene örtliche Krankenhaus in den kommenden beiden Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro unterstützen. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Das Krankenhaus Heilig Geist gehört zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Dessen Gesellschafterversammlung hatte bereits entschieden, den Standort Boppard wegen seiner Verluste zu schließen, wenn bis Anfang März keine Lösung vorliegt. Der Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz müssen der Millionenhilfe noch zustimmen.
Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat heute in Würzburg den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Georg Bätzing an. Der Limburger Bischof hatte Mitte Januar erklärt, für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Bätzing hat während seines  sechsjährigen Vorsitzes den katholischen Reformprozess Synodaler Weg entscheidend mitgeprägt, auch gegen den Widerstand der Kurie in Rom.