4 Jahre Krieg in der Ukraine – Mainz schickt Hilfslieferungen
Heute vor vier Jahren rollten sie an – die russischen Panzer in der Ukraine. Seit dem 24. Februar 2022 leben auch wir durch Putins Angriff in einem veränderten Europa, die russischen Aggressionen reichen durch hybride Kriegsführung auch bis nach Hessen und Rheinland-Pfalz. Doch von hier kommt im Gegenzug auch Unterstützung für die Kriegs-Opfer, durch engagierte Menschen, wie vom Ukrainischen Verein aus Mainz.
Vergangenen Donnerstagabend in Mainz. Kisten packen fürs Kriegsgebiet. Der Inhalt: Wärmedecken, Stromgeräte und Medikamente.
Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz
„Wir haben für diese Aktion viele Powerbanks eingekauft. Hier sind auch die Akkugeräte, also das ist die große Batterie, die speichert praktisch Strom, dann können die das weitergeben. Wir haben auch die Medikamente mitgepackt. Also die Kälte macht auch die Leute krank. Das heißt, viele Sachen sind Sachen dafür, dass es den Leuten warm wird und auch das Licht wird.“
„Wärme und Licht“ – das Motto dieser Lieferung. Mehrere Dutzend haben die Ehrenamtlichen vom Ukrainischen Verein Mainz schon in ihre Heimat geschickt. Finanziert durch Spenden.
Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz
„Wir haben diesen Spendenaufruf gemacht, das war Ende Januar und bis heute sind schon fast 40.000 € angekommen.“
Zehntausend Euro allein der Wert dieses Stromgenerators, bestimmt für eine Klinik. Das Ziel des Fahrers: Lwiw, im Westen der Ukraine. Von da aus gehen die Hilfsmittel weiter in den Osten. Fast 30 Mal ist Piotr die Strecke schon gefahren, selbstverständlich sei es gefährlich sagt er. Die Menschen vor Ort würden sich nicht nur über die Sachspenden freuen.
Piotr, ehrenamtlicher Fahrer
„Sie freuen sich auch über kleine Sachen, allein schon wenn sie jemand besucht, mit ihnen spricht und sie spüren, dass jemand an sie denkt.“
Maryana, seit über zwanzig Jahren in Deutschland ist überzeugt, dass der Krieg eines Tages enden und die Ukraine ein unabhängiges Land sein wird. Die Frage sei nur wann.
Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz
„Mittlerweile wird es immer noch schwieriger, weil so viele Leute sind schon ums Leben gekommen wegen dieses Kriegs. Und einfach aufhören geht nicht und das verstehen auch alle Ukrainer, die haben jetzt einfach gelernt mit dem Krieg zu leben.“


