Kloppo und van Almsick – Viel Prominenz beim Ball des Sports in Frankfurt
Am Wochenende hat der Ball des Sports die Prominenz aus Sport, Wirtschaft und Politik nach Frankfurt gelockt. Der Ball gilt als das die wohl größte Benefiz-Veranstaltung der deutschen Sportszene. Und die beginnt mit jeder Menge Glamour auf dem Roten Teppich.
Funkelnde Kleider und schicke Smokings. Ein feierlicher Abend, um die Leistungen der besten Athleten Deutschlands zu würdigen und der Sporthilfe für ihre Unterstützung zu danken.
Josia Topf, Para-Schwimmer
„Es ist einfach für uns Sportler unglaublich wichtig und dafür sind wir sehr sehr dankbar, dass wir so etwas haben. Die uns irgendwo auffangen, dass wir uns nicht um 300.000 Sponsoren lecken müssen, dass wir überhaupt ansatzweise mit unserem Sport hinkommen, sondern schon mal eine gute Grundabsicherung haben. Und dafür ist die Sporthilfe perfekt.“Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben
„Sportler treffen. Aber auch die Mischung Wirtschaft, also Leute, die man außerhalb des Sports trifft. Eigentlich immer wieder ein schönes Programm und immer wieder die Spannung: Was kommt dieses mal? Was wird geboten?“Franziska van Almsick, ehem. Schwimmerin
„Eigentlich ist es ein Tag des Sports. Und heute kommt die Familie des Sports mal wieder zusammen. Deswegen freue ich mich da immer wieder sehr drauf. Das ist wie ein Familienfest.“
Und auch er lässt sich dieses Fest nicht entgehen. Jürgen Klopp, das zurzeit wohl bekannteste Gesicht des deutschen Fußballs.
Jürgen Klopp, Trainer-Legende
„Hier heute Abend ist ja so eine Party für alle. Da dürfen die, die das Geld geben sollen dürfen her und feiern. Es gibt lecker Essen. Es gibt eine tolle Show. Die Athleten dürfen sich nicht in Trainingsanzüge, sondern in andere Klamotten schmeißen. Und es ist einfach so ein Get-together mit guten Freunden.“
Auch ein frischgebackener Olympiasieger hat es noch pünktlich nach Frankfurt geschafft. Max Langenhan, der bei den Winterspielen zwei Goldmedaillen im Rodel-Einzel gewinnen konnte. Und, ohne es zu wissen, den Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz vor lauter Feier-Stress ignorierte.
Max Langenhan, Olympiasieger im Rodeln
„Ähm, ja. Wir hatten auf alle Fälle nochmal Kontakt, es hat mir auch richtig leidgetan. Aber am Ende ist es halt so, dass das man da halt einfach nicht an die Nummer ran geht. Ich habe ihn auch nicht weggedrückt, sondern nur weggeschoben nach oben. Weil natürlich frühs, nach zwei Stunden Schlaf da nicht so viel Redebedarf war. Aber wir hatten trotzdem nochmal Kontakt und das ist sehr schön.“
Sport gemacht wird in der Frankfurter Festhalle auch, bevor sich einer ganz besonders freuen darf. Fritz Fischer, Olympiasieger und einer der größten Biathleten der deutschen Sportgeschichte. Für seine Verdienste wird er mit der Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet.
Fritz Fischer, Olympiasieger im Biathlon
„Ich glaube, wenn du erfolgreich werden willst, dann kennst du keinen Feierabend, sondern dann liebst du das, was du tust. Vor allem noch als Trainer, wo du dann Leute trainieren kannst, die dann auch für sich erfolgreich werden. Das ist einfach das Schönste, was man machen kann.“
Im Vorfeld des Balls etwas dicke Luft. Sporthilfevorstand Karsten Petry wünscht sich vom Land Hessen, finanzieller Unterstützer der Veranstaltung, ein deutliches Signal, damit der Verbleib des Balls in der Frankfurter Festhallegesichert werden könne. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein beschwichtigt.
Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen:
„Ja, die Entscheidung treffe ja nicht ich als Ministerpräsident. Die Entscheidung müssen ja die Verantwortlichen treffen. Aber wir freuen uns natürlich, dass der Ball in Hessen ist und das ist auch gut so. Und ich glaube, Hessen ist, insbesondere mit der Sporthauptstadt Frankfurt, Verbände haben in Frankfurt ihren Sitz an der Otto-Fleck-Schneise, ein guter Ort für diesen Ball. Und der Ball fühlt sich hier nach meinem Dafürhalten auch sehr wohl.“


