Frühlingsblumen im Palmengarten
Keine Blume gilt so sehr als Frühlingsbote, wie die Tulpe. Die ersten Sorten fangen normalerweise Anfang März an zu blühen. Wer aber jetzt schon Frühlingsluft schnuppern möchte, der kann im Frankfurter Palmengarten die Farbenpracht tausender Frühblüher entdecken.
Alpenveilchen oder Tulpen in den unterschiedlichsten Farben: In der Galerie am Palmenhaus ist bereits der Frühling eingezogen. Damit hier alles schon jetzt so üppig blüht, braucht es fleißige Gärtner und eine Vorbereitungszeit von einem halben Jahr
Katja Heubach, Direktorin Palmengarten Frankfurt
„Etwa im Herbst des vergangenen Jahres haben wir schon mal Knollen und Zwiebeln ausgebracht. Heißt: in der Gärtnerei vorgetrieben, und dann gibt es einen ziemlich ausgebufften Wechsel aus Beschattung, Belichtung und auch Kältereizen, Wärmereizen, und der führt dazu, dass die Zwiebeln und Knollen quasi vorgetrieben werden und dann exakt zu dem Termin unserer Blumenschau entsprechend blühen.“
Im Boden der rund 12 Grad milden Galerie sind rund 55 000 Blumenzwiebeln vergraben, dazu gibt es noch 30 verschiedene Sträucher. Typische Frühblüher, aber auch Neuentdeckungen.
Dominik Heukemes, Galeriemeister Palmengarten Frankfurt
„Wir haben in diesem Jahr neu, die hohe Frühlingsknotenblume, also eine Verwandte des Märzenbechers. Die ist tatsächlich auch erst in den letzten Jahren in Gartencentern ein bisschen mehr auf den Markt gekommen, die war vorher nicht ganz so verbreitet, und was auch hübsch ist: Wir haben ein Alpenveilchen mit dabei, mit einer glockenförmigen Blüte, das ist zwar keine winterfeste Form, aber es ist einfach mal was anderes und was Neues.“
Die Frühlingsblumenschau läuft bis zum 22. Februar. Solange blühen in der wettergeschützten Galerie immer wieder neue Blumen. Die, wenn sie verwelkt sind, nicht einfach entsorgt werden.
Dominik Heukemes, Galeriemeister Palmengarten Frankfurt
„Wenn das alles abgeblüht ist, beziehungsweise, die Ausstellung vorüber ist, kommt der allergrößte Teil der Zwiebelblumen, tatsächlich zu uns ins Freiland. Wir haben ja große Wiesenflächen.“


