Vorbereitungen auf Skisprung-Weltcup-Spektakel in Willingen

In dem kleinen nordhessischen Ort ist an diesem Wochenende wieder die Hölle los. Zum Weltcup im Skispringen reisen die Besucher von überall her an. Los geht es heute mit dem Mixed-Team-Wettbewerb.

Ziiieh!
Sie geben heute alles. Die weltbesten Skispringer, die auf der Mühlenkopfschanze um jeden Meter kämpfen. Und die Fans, die auf den Tribünen um jedes Grad Körperwärme kämpfen. Denn trotz dichtem Nebel und Temperaturen um die Null Grad sind heute zu den Trainingssprüngen schon hunderte Besucher gekommen, um die Athleten bei ihren Sprüngen anzufeuern.
Liv
„Es ist arschkalt, aber wir sind heute und morgen da. Aber es ist schon wirklich sehr kalt. Bisschen mit rumtanzen und warmhalten, dann passt das schon.“
Robin
„Stimmung ist wie immer super, ich komm her, mag Skispringen schon seit 20 Jahren. Und Willingen ist nicht weit von uns, da ist es ein Muss, hier zu sein.“
Marion Röhling
„Ich bin natürlich mit meinen Mädels unterwegs, das ist natürlich immer super. Wir kommen wie gesagt schon seit über 20 Jahre hier her und natürlich machen wir dann auch die Stimmung.“
Vor den Sprüngen müssen sich die Sportler bei der Kälte gut aufwärmen, nochmal die Sprungtechnik verinnerlichen bevor es hoch auf den Schanzenturm geht und sie dann runter zu den Fans segeln, von denen sie durch den Nebel wahrscheinlich nicht allzu viel sehen.
Trotz wenig Durchblick und Windböen, Willingen ist nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Sportlern beliebt. So wie bei Skispringer Andreas Wellinger.
Andreas Wellinger, Skispringer
„Ich mag Willingen, ich mag die Schanze, die Stimmung, es ist alles top. Wir haben hier mit den Bedingungen wie so oft alles dabei. Aber ich sag mal, es ist trocken von oben, der Wind kommt von vorne, bissl unkonstant, aber ja, passt soweit.“
Die Mühlenkopfschanze ist die größte Großschanze der Welt. 25 Meter hoch ist der Schanzenturm. Da kommen die Skispringer richtig weit. Aktuell liegt der Schanzenrekord bei 155,5 Meter. Erheblich weiter als die 34 Meter, die zur Premiere der Schanze vor genau 100 Jahren gesprungen wurden.
Sabrina Vollbrecht
„Eigentlich hat ja jeder den Sieg verdient, der sich überhaupt traut, von da oben runterzuspringen. Also von daher gesehen: Natürlich hoffen wir auf unser Team, aber ansonsten hat es auch jeder andere verdient. Also einfach nur mega, dass sie sich überhaupt trauen, da oben runterzuhüpfen.“
Das ganze Wochenende lang können die Fans die Skispringer noch bei ihren Sprüngen bewundern. Vorausgesetzt der Nebel lichtet sich.