450 Tiere sterben bei Brand in Schweinestall

In Riedstadt im Kreis Groß-Gerau wurde die Feuerwehr in der vergangenen Nacht zu einem brennenden Schweinemastbetrieb gerufen. Darin befanden sich rund 900 Tiere. Sofort wurden Löscharbeiten eingeleitet. Doch für etwa die Hälfte der Schweine kommt jede Hilfe vergebens.

Als gegen 20 Uhr die ersten Einsatzkräfte eintreffen, steht der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Der Kamin des Mastbetriebs hat Feuer gefangen. Die Flammen breiten sich unter der Dachhaut immer weiter aus.
Marcus Schramm, Feuerwehr Riedstadt
„Bei der Ankunft haben schon die Flammen aus dem Dach geschlagen. Daraufhin haben wir das Einsatzstichwort sofort erhöht um weitere Kräfte auf die Anfahrt zu bringen. Wir haben dann sofort einen Brandangriff von außen mit dem ersten Fahrzeug aufgeführt, damit die Brandbekämpfung sofort beginnen kann.“
Zusätzlich alarmieren die Einsatzkräfte das Veterinäramt. Gemeinsam schaffen sie die überlebenden Schweine nach draußen und versorgen sie. Doch circa 500 Tiere sterben vermutlich an den Rauchgasen. Bei den Löscharbeiten kommt die Feuerwehr nur langsam voran.
Marcus Schramm, Feuerwehr Riedstadt
„Die Schwierigkeit jetzt in dem Moment war, dass wir oben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Das birgt nochmal eine Gefahr für die Einsatzkräfte. Wir sind momentan auf dem Dach um die Außenhaut zu öffnen, weil dort noch Nachlöscharbeiten bei Glutnestern durchgeführt werden müssen.“
Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude kann so verhindert werden. Trotzdem beläuft sich der Schaden laut Polizei auf mehrere hunderttausend Euro. Die genaue Brandursache ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.