Europameisterin der Rettungsschwimmer
Was machen Rettungsschwimmer im Winter? Da nehmen sie an Wettkämpfen teil. Wir haben eine Sportlerin der DLRG Wiesbaden zum Training begleitet – sie hat letztes Jahr bei der Europameisterschaft in Polen Gold geholt hat.
Auf den Startblock, fertig, los. Für Yvonne Prehn heißt das Motto: Kilometer im Becken sammeln und mit aller Kraft den nächsten Medaillen entgegenschwimmen. Denn wie für jede Leistungssportlerin gilt auch für sie: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Ein paar Monate zuvor: Gold in der Freiwasserdisziplin „Brandungsschwimmen“ und Bronze im Team. Große Hoffnungen macht sie sich vorher keine. Erst kurz vor’m Ziel merkt sie: Hier geht was.
Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin
„Ich bin ins Wasser gerannt, bin im mein Leben geschwommen. Am Anfang waren wir ein sehr dichtes Feld von zehn Personen vorne. Dann kam das Ziel immer näher und näher und näher. Und ich bin immer weiter vor und vor und vor. Bei Rauslaufen, was normalerweise nicht so meine Spezialität ist, hab ich’s dann aber noch geholt und hab die anderen zwei abgehängt.“
Im Rettungssport gibt es über 20 Disziplinen. Ausgetragen werden sie im Pool und im Meer. Im Becken geht’s dabei unter anderem um das simulierte Retten einer Puppe. Dafür muss man nicht nur gut Schwimmen können, sondern auch Kraft haben. Ohne hartes Training keine Chance.
Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin
„Also normal trainiere ich von Montag bis Samstag, unter der Woche immer zwei Wassereinheiten pro Tag. Am Samstag immer eine. Und Montags und Mittwochs gehe ich noch ins Krafttraining.“
Über 20 Stunden pro Woche verbringt die Wiesbadenerin im Wasser. Zusätzlich geht’s für sie aber bald raus aus der Halle und rein ins Kanu. Denn gerade in den Freiwasser-Disziplinen ist Vielseitigkeit gefragt. In einer Disziplin glänzen reicht nicht.
Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin
„Zum Ocean muss man auch laufen können, man muss Kajak fahren können. Dann gibt’s so ein Rettungsboard, da muss man kniend drauf paddeln mit den Händen. Das ist einfach sehr breit gefächert und man muss halt alles üben, um wirklich vorne mit dabei zu sein.“


