Eintracht Frankfurt in der Champions League gegen Qarabag Agdam

Geht die Champions-League-Reise von Eintracht Frankfurt weiter oder endet sie heute im tiefsten Kaukasus? In einer Stunde geht es für die Hessen bei der Mannschaft von Qarabag Agdam ums Weiterkommen. Aufgrund der unschönen Vorfälle – zuletzt in Barcelona – sind die Eintracht-Fans von diesem Auswärtsspiel ausgeschlossen. Im Stadion in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, liegt heute der Fokus auch wieder auf dem Geschehen neben dem Platz.

Denn am Spielfeldrand übernimmt heute er. Der bisherige U-21-Cheftrainer Dennis Schmitt. Unterstützt von Eintracht-Idol Alex Meier, hier rechts im Bild. Und daneben Jan Fießer, der bereits zum Trainerstab von Dino Toppmöller zählte. Gemeinsam sollen sie der Mannschaft einen neuen Impuls geben.
Dennis Schmitt, Interimstrainer Eintracht Frankfurt
„Es gibt Dinge, die wir jetzt leider nicht mehr ändern können. Aber was wir ändern können, ist unsere Art und Weise, wie wir auf dem Platz auftreten. Dass wir geschlossen sind. Dass wir kompakt sind, dass wir aggresiv gegen den Ball arbeiten. Weil wir Eintracht Frankfurt sind und wir eine extrem große Qualität haben. Und wir werden nicht nach Baku fahren, um uns einschnüren zu lassen von Qarabag, passiv zu spielen. Sondern wir wollen aktiv spielen, wir wollen mutig spielen.“
Besonders im Defensivverbund, rund um Abwehrchef Robin Koch, will die Eintracht wieder stabiler stehen und weniger Gegentore zulassen. Gestern  hat sich der Kapitän nochmal bei seinem Ex-Trainer Dino Toppmöller für die zweieinhalb gemeinsamen Jahre bedankt. Einen speziellen Vorfall oder Probleme zwischen Trainer und Mannschaft habe es nicht gegeben.
Robin Koch, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt
„Aber es hat sich dann auf dem Platz oft so angefühlt, dass wir zu viel allein unterwegs sind. Zu wenig als Team. Und wir müssen da geschlossen auftreten und kompakt sein. Und ich denke so werden wir auch die Sache mit den vielen Gegentoren in den Griff bekommen.“
Gewinnt die Eintracht bei  Qarabag, könnte  ein weiterer Sieg im letzten Vorrundenspiel  zuhause gegen Tottenham kommende Woche zum Weiterkommen in die Playoff-Runde reichen. Dieses Ziel geht der gerade mal 32 Jahre alte Interimstrainer Dennis Schmitt mit maximaler Motivation und Vorfreude an.
Dennis Schmitt, Interimstrainer Eintracht Frankfurt
„Es ist ein Traum so ein Spiel begleiten zu dürfen. Ich hab da riesig Bock drauf. Weil wir morgen eine Riesenchance haben, uns ein Endspiel hier nächste Woche zuhause in Frankfurt zu erarbeiten. Und da brennen die Jungs drauf, das habe ich heute schon gesehen. Weil so ein Finale in Frankfurt nächste Woche, das wisst ihr alle besser als ich. Wenn das Flutlicht angeht, das kann ein magischer Moment sein. Und da haben wir sehr sehr große Lust darauf, uns das zu erarbeiten.“
14 Jahre schnürte Alex Meier selbst die Schuhe für die Eintracht. Jetzt, mit ihrem Fußballgott in den eigenen Reihen und an der Seitenlinie, hofft man in Frankfurt wieder auf sonnigere Zeiten.