Futter-Überraschung im Zoo Vivarium Darmstadt
So schnell vergeht die Zeit – vor drei Wochen war Heiligabend. Und deshalb schauen wir jetzt auf den Zoo „Vivarium“ in Darmstadt. Dort findet Weihnachten seit einigen Jahren nämlich verspätet statt. Und zwar dann, wenn die Weihnachtsbäume bei uns aus den Wohnzimmern fliegen. Anstatt sie wegzuschmeißen, können die Tannen dort abgegeben werden.
Lieber fressen, oder lieber als Riesen-Kratzbürste nutzen? Die Vikunjas können sich noch nicht so recht entscheiden. Erstmal also beides ausprobieren. Den Karakulschafen im Gehege gegenüber fällt die Entscheidung leichter: Der Baum wird sofort als Mahlzeit erkannt. Aber ob zum Fressen oder zum Kratzen: Um die Wiederverwertung geht’s bei der Aktion. Kurz gesagt: Schenken anstatt Schreddern – Verfüttern anstatt Wegwerfen.
Josefine, Tierpflegerin „Vivarium“ Darmstadt
„Ich finde gerade heutzutage kann man es sich nicht mehr leisten, Dinge einfach zu kaufen und dann einfach wegzuwerfen, sondern wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Und da finde ich diese Aktion doch total gelungen. Der Baum steht, wir erfreuen uns daran, er wird deswegen extra gezüchtet, großgezogen. Und dann wird er auch noch verfüttert, als Deko in den Gehegen.“
Reges Treiben vor dem Eingang des Zoos: Abladen, aufladen und dann Abfahrt Richtung Gehege. Viele Darmstädter freuen sich, dass ihr Weihnachtsbaum hier sinnvoll wiederverwertet wird. Die einzige Voraussetzung: Der Baum muss pestizidfrei sein. Ohne Bio-Nachweis keine Abgabe.
Ursula Wickop
„Ich habe extra darauf geachtet, dass ich einen Bio-Weihnachtsbaum kaufe. Also mit Zertifikat, damit ich ihn hier abgeben kann. Wir wohnen hier ganz in der Nähe, das heißt, ich kenne das Vivarium gut und mich freut’s einfach, wenn ich so einen Weihnachtsbaum dann einer sinnvollen Verwendung zuführen kann.“Frank Burkhardt
„Wir bestellen halt schon seit zig Jahren Bio-Weihnachtsbäume. Schon weil die anderen so mit Pestiziden verseucht sind und wir kleine Kinder, also die Enkel habe.“


