Wintersport am Hohen Meißner
Der Winter hat uns fest in seiner Hand. Doch er hat auch seine schönen Seiten. Waren Sie schon Ski oder Schlitten fahren? In Nordhessen ist das in vielen Gegenden möglich. Ein echter Geheimtipp ist der Hohe Meißner. Viele nutzen die Pisten zum Skifahren, Langlauf oder Rodeln. Damit die Rettungskräfte im Notfall schnell vor Ort sind, gibt es seit Kurzem eine neue Behelfswache in Hausen. Wir haben die Retter dort einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet.
Es ist 13 Uhr – André und Luca sind gerade im Bereitschaftsdienst unterwegs und machen ihre Kontrollfahrt. Viel los ist nicht, der Wetterdienst warnt vor einem Sturmtief, deshalb bleiben viele Wintersportler daheim. Trotzdem checken die beiden die Zufahrtswege und verschaffen sich einen Überblick. All das ehrenamtlich.
Andre Marczyk, Rettungssanitäter
„Prinzipiell ist die Idee vom Roten Kreuz erstmal eine ganz tolle. Die Gemeinschaft ist einen super tolle. Die Zeit einfach, mit mittlerweile wirklich Freunden, zusammen zu verbringen, ist eine ganz tolle. Viele von uns kommen aus medizinischen Berufen, haben einen medizinischen Hintergrund. Sodass man dort das auch mit einbringen kann. Wenn ich ehrlich bin macht das fahren mit dem TRV natürlich auch ein bisschen Spaß.“
Das Deutsche Rote Kreuz sorgt auf dem Hohen Meißner jedes Jahr für die Winterrettung. Dieses Jahr gibt es zusätzlich einen Bereitschaftsdienst von 11 bis 17 Uhr. Dafür wurde am Montag spontan eine Behelfsrettungswache im Dorfgemeinschaftshaus in Hausen eingerichtet. So sind die Retter näher am Berg und können direkt zu Notfällen ausrücken. Das ist wichtig, um innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zu sein, so wie das Gesetz es vorschreibt.
Thomas Freiberg, Kreisbereitschaftsleiter DRK
„Die Anfahrt ist natürlich ein riesen Vorteil. Das wir keine Anfahrt von 15 Minuten haben, sondern direkt hier sind. Jetzt ist es aber tatsächlich so, dass die Wetterlage nicht so winterlich war oder vielleicht nicht so schön war, dass hier Massen an Wintersportler waren. Dementsprechend ist glücklicherweise auch nicht viel passiert, also wir waren schon mal im Einsatz, aber wir haben eben hier jetzt nicht 20 Einsätze am Tag.“


