Extremes Winterwetter in Rheinland-Pfalz und Hessen erwartet

Viel Neuschnee und Glatteis – ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu und das fegt auch über Hessen und Rheinland-Pfalz hinweg.

Hier in Wiesbaden bereitet sich der Winterdienst schon auf eine lange Nacht vor. Die Räumfahrzeuge werden gerade mit Salz beladen, damit sie einsatzbereit sind, sobald die ersten Flocken vom Himmel fallen. Alle 180 Mitarbeiter sind in den Bereitschaftsdienst gerufen worden.
Markus Appelmann, Moderator:
Aber wie dramatisch wird die Lage wirklich? Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met ist uns jetzt aus Wiesbaden zugeschaltet. Guten Tag, Herr Jung.
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe in Wiesbaden:
Hallo. Guten Tag.
Appelmann:
Was erwartet uns denn in den nächsten Stunden?
Jung:
Zunächst fällt heute Abend kräftiger Schnee von Rheinland-Pfalz bis nach Hessen. Da wird’s richtig weiß werden. Aber der Schnee geht in der zweiten Nachthälfte vermehrt in Regen und gefrieren Regen über, das heißt Glatteisgefahr. Nur in Hochlagen vom Hunsrück und Taunus schneit es noch. Und dort fallen zum Teil 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Morgen früh dann milde Temperaturen, so vier fünf Grad plus leichtes Tauwetter. Das verstärkt sich tagsüber. Es taut, es regt, es stürmt vor allen Dingen. Wir erwarten Sturmböen und das kann hier und da auch mal zu abgebrochenen Ästen führen, zu umgestürzten Bäumen. Und dann wird’s spannend: In der Nacht auf Samstag wieder Schnee bis in tiefe Lagen. Und dann am Samstagmorgen weiße Landschaften in Rheinland-Pfalz und Hessen mit Dauerschneefall.
Appelmann:
Das klingt alles nach einer turbulenten Wetterlage. Was heißt das denn für morgen? Für den Weg zur Arbeit zum Beispiel? Sollte man da besser das Auto stehen lassen?
Jung:
Also ich würde mal sagen, am morgigen Freitag, da sollte man das Auto vielleicht besser stehen lassen. Es kann hier und da glatt sein, vor allen Dingen oberhalb von 400 bis 500 Meter. In den tiefen Lagen ist es meist schon angetaut. Also in größeren Städten wie Mainz, Frankfurt meist nur Matschewetter, da kann man das Auto schon wieder nutzen. Aber mein Tipp für die Nacht von Freitag auf Samstag: Auf jeden Fall das Auto stehen lassen. Samstagmorgen kräftige Schneefälle also. Wahrscheinlich wird’s am Samstag mehr Schnee geben als jetzt in den nächsten Stunden. Deswegen ist Samstag der kritischere Tag als der Freitag.
Appelmann:
Sturm in der Nacht, Glatteis am Morgen. Danke an unseren Wetterexperten Dominik Jung.
Jung:
Gerne.