Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

Ein Großbrand bei Fulda endet tragisch. Bei einem Löscheinsatz gestern Abend im osthessischen Flieden ist ein junger Feuerwehrmann ums Leben gekommen.

Hohe Flammen schlagen am Dienstagnachmittag aus einer Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs in Flieden. Die alarmierten Einsatzkräfte sind schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und kämpfen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten gestalten sich als schwierig, denn die Werkstatthalle ist voller Gefahrenstoffe, unter anderem Gasflaschen, die den Brand weiter befeuern. Ein weiteres Problem: Die Wasserversorgung.
Daniel Gutrung, Brandschutzaufsichtsdienst Landkreis Fulda
„Logischerweise haben wir einmal das Hydrantennetz was eine gewisse Menge oder Sollmenge hier bietet. Zum anderen haben wir unten verschiedene offene Gewässer unterhalb der Bahnstrecke. Hier musste eine lange Wegstrecke aufgebaut werden. Durch die winterlichen Verhältnisse und die glatten Straßen war das natürlich etwas kompliziert.“
Außerdem überschattet ein tragischer Zwischenfall den Einsatz.  Laut  Polizei brach ein 27-jähriger Feuerwehrmann beim Aufbau der Wasserversorgung plötzlich zusammen. Der junge Mann wird noch vor Ort reanimiert und sofort in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird er wenig später für tot erklärt. Laut Polizei habe der Tod des Mannes nichts mit dem Einsatz zu tun. Man gehe von einem medizinischen Notfall aus. Seine Kameraden  werden nach dem Vorfall für eine psychologische Notfallversorgung in das Feuerwehrhaus nach Rückers gebracht. Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft setzen die Löscharbeiten fort. Auch am nächsten Tag sitzt der Schock noch tief.
Selina Appel, Polizeipräsidium Osthessen
„Für uns ist das auf jeden Fall ein Vorfall, der uns sehr betroffen macht. Man muss wissen, dass es für alle Einsatzkräfte immer die Möglichkeit gibt zum Beispiel die Polizeiseelsorge in Anspruch zu nehmen oder auch andere Hilfsangebote wahrzunehmen.“
Auch der hessische Innenminister Roman Poseck hat seine Anteilnahme ausgesprochen. Die  Ursache für den Brand ist bislang unklar. Die Ermittlungen werden aufgrund des hohen Ausmaßes des Brandes noch länger andauern. Nach derzeitigem Stand beläuft sich der Schaden auf eine Summe von 800.000 Euro. Schwerer wiegt allerdings der Verlust des jungen Feuerwehrmannes.