Inklusive Kita Unkel ist „Kita des Jahres“
Einmal im Jahr wird der Deutsche-Kita-Preis verliehen. Die Gewinner 2025: Die inklusive Kindertagesstätte Unkel aus dem Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Vor allem überzeugt die Jury, dass Kinder mit Behinderung optimal integriert werden. Wir haben die glücklichen Gewinner besucht.
Die Freude ist riesengroß. Die Inklusive Kita Unkel hat sich gegen insgesamt rund 600 Kitas aus ganz Deutschland durchgesetzt. Ihr Konzept. Nicht das Kind soll sich der Kita anpassen, sondern die Kita dem Kind.
Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel
„Wir nehmen einfach das Kind so an und gucken welchen Rucksack bringt es mit, was braucht das Kind gerade du ja wir handeln dementsprechend. Und ich glaube der große Unterschied ist, dass wir immer bereit sind auch unseren Alltag oder unsere Strukturen hier in der Kita für das jeweilige Kind zu überdenken.“
In der städtischen Kita gibt es keine festen Gruppen. Die Kinder können sich frei in der Einrichtung bewegen und das machen, was ihnen am meisten Spaß macht. Egal ob kreativ arbeiten in der Mal- und Bastelwerkstatt oder Toben im Bewegungs- oder im Rollenspielraum. Natürlich gibt es auch Rückzugsmöglichkeiten, wenn man müde vom ganzen Spielen ist.
Sarah
„Es gibt so viele Möglichkeiten, die Spiele ausprobieren.“Lilly
„Weil wir uns hier einfach frei bewegen können und so.“Elias
„Sehr viele Räume und man kann hier spielen.“
Immer mittendrin, Karl, ein speziell ausgebildeter Therapiehund. Er hilft bei der Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen.
Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel
„Tiere haben einfach nochmal eine ganz andere Basis um auf ein Kind zuzugehen. Die Kinder öffnen sich den Tieren ganz anders wie uns Erwachsenen. Tiere schenken Vertrauen, aber die Kinder wissen, dass wir den Tieren gegenüber eine Verantwortung haben.“
Denn neben Karl gibt es noch weitere Vierbeiner. Fünf Zwergziegen sind ebenfalls Teil der Kita und wollen auch versorgt werden. Dazu gehören jeden Tag Stalldienste und Fütterung. Wer gerne seine Zeit draußen verbringt, kann sich auch der Waldgruppe anschließen. Große Teile des Teams haben eine waldpädagogische Zusatzausbildung. Heute sind die Kinder auf Spurensuche unterwegs.
Sandy Karbowski, Team Wald
„Wir entdecken, wir beobachten, wir gehen aufmerksam durch den Wald, gucken was sich verändert. Sind auch kreativ, manchmal nehmen wir Ton mit oder auch Farben. Sie lernen auch den Umgang mit der Natur und achtsam mit der Natur umzugehen.“
Die Inklusive Kita Unkel ist ein Ort an dem Inklusion gelingt und die Kinder ihren Alltag aktiv mitgestalten können. Für eine bestmögliche Förderung setzt auf ein Team aus Fachkräften der Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Psychologie sowie einer Ärztin.
Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel
„Wir leben hier Vielfalt und wir sehen Vielfalt eben auch als Chance und natürlich gibt es Stolpersteine, da brauchen wir nicht drüber zu reden, aber trotzdem versuchen wir diese Stolpersteine anzugehen und Lösungen zu finden und ich glaube das merken eben auch die Kinder, dass da eine Selbstverständlichkeit ist, dass eben alle Kinder egal mit welcher Beeinträchtigung hier bei uns sein dürfen und auch sein dürfen, wie sie halt sind.“
Für den Titel „Kita des Jahres“ gibt es auch ein Preisgeld von 25.000 Euro. Was macht man mit dem Geld? Wenn es nach den Kindern geht, ist die Sache klar.
Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel
„Die Kinder haben sich zwei Ponys und ein Einhorn gewünscht.“


